Rabatte sind keine Garantie

Die Detaillisten in St. Gallen haben ein durchzogenes Jahr hinter sich. Der Dezember ist gemäss Pro-City-Präsident Ralph Bleuer zwar besser gelaufen als befürchtet. Dennoch haben die meisten ihren budgetierten Jahresumsatz nicht erreicht. «Die angespannte Lage bleibt bestehen», sagt Bleuer.

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Die Detaillisten in St. Gallen haben ein durchzogenes Jahr hinter sich. Der Dezember ist gemäss Pro-City-Präsident Ralph Bleuer zwar besser gelaufen als befürchtet. Dennoch haben die meisten ihren budgetierten Jahresumsatz nicht erreicht. «Die angespannte Lage bleibt bestehen», sagt Bleuer. Im vergangenen Jahr sind die Schlussverkäufe ungewöhnlich früh angesetzt worden. «Die Anbieter sind nervös geworden und haben daher bereits im November die Preise reduziert», sagt Bleuer.

Manor habe nach dem amerikanischen Vorbild einen Black Friday im November durchgeführt. Das Warenhaus hat 30 Prozent Preisreduktion auf sein Sortiment gewährt. Es sei ein Erfolg gewesen, sagt Bleuer. «Aber natürlich haben viele Kunden bereits dann viele Einkäufe getätigt und im Dezember nicht mehr so viel eingekauft.»

Erfolgreich mit weniger Rabatt

Aber es gibt auch jene, die ein einträgliches Weihnachtsgeschäft verbuchen dürfen. Ein Geschäft, das sich vom frühen Ausverkaufsfieber nicht anstecken liess, ist Mode Weber. «Wir stören uns an dieser umgreifenden <Rabattitis>», sagt Lukas Weber, Assistent der Geschäftsleitung. Das Modegeschäft habe die Preise erst vor Weihnachten teilweise reduziert und sei damit gut gefahren. «Die Umsätze von Weihnachten 2015 kommen nicht an die starken Ergebnisse von vor vier bis fünf Jahren heran, aber wir haben erreicht, was wir budgetiert haben», sagt Weber.

Hohe Besucherfrequenz

An Besuchern mangelte es in der Innenstadt allerdings nicht. Ralph Bleuer: «Wir hatten nicht nur an den Sonnstagsverkäufen, sondern auch an den Tagen zwischen den Jahren eine hohe Besucherfrequenz.» (rsp)

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