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Quartierzentrum von St. Georgen ohne Fahrdrähte?

Opposition Gegen die Pläne, die VBSG-Strecke vom Hauptbahnhof nach St. Georgen zu elektrifizieren, gibt es Widerstand aus dem Quartier. Dieses befürchtet, durch die Fahrleitungen werde das Quartierzentrum «verunstaltet». Es fordert deshalb, die Trolleybusse von der Teufener Strasse bis zur Endstation St. Georgen-Bach mit Batterien, sogenannten Energy-Packs, fahren zu lassen (Tagblatt von gestern).

«Es ist auch in unserem Interesse, möglichst wenig Fahrleitungen zu bauen», sagt VBSG-Unternehmensleiter Ralf Eigenmann. Denn die Elektrifizierung ist teuer: Pro Kilometer Fahrleitungen fallen Kosten von rund einer Million Franken an. Nebst finanziellen Überlegungen gelte es aber vor allem technische Punkte zu berücksichtigen.

Batterien müssen vollständig geladen sein

Die Busse von St. Georgen fahren voraussichtlich ab Ende 2018 nicht mehr nach Hinterberg beziehungsweise zum Wendeplatz Stocken, sondern zum Marktplatz. Eine mögliche Variante ist, die Linie von dort via St.-Jakob-Strasse, Splügenstrasse und Bachstrasse ins Heiligkreuz weiterzuführen. In diesem Fall soll zumindest ein Teil der Strecke zwischen Splügenstrasse und Heiligkreuz ohne Fahrleitungen überbrückt werden.

Damit dies auch in St. Georgen möglich wäre, müssten die Batterien auf dem elektrifizierten Teil der Strecke in beiden Richtungen komplett aufgeladen werden können, sagt Eigenmann. Es dürfte zwar möglich sein, auch mit einem nicht vollständig aufgeladenen Energy-Pack vom Mühleggweier bis Bach und zurück zu fahren. «Aber dann nimmt die Ladung mit jedem Umlauf etwas ab – bis es irgendwann nicht mehr reicht.» Bei der Frage, wie weit der Strom der Batterien reiche, spielen auch die Temperaturen eine Rolle: Im Winter brauchten die Busse viel Energie fürs Heizen, im Sommer für die Kühlung, was die Distanz entsprechend verkürze.

Elektrifizierung nicht vor 2021

Vermutlich werde es deshalb nicht möglich sein, den ganzen Abschnitt von der Teufener Strasse bis zur Endstation in St. Georgen ohne Fahrleitungen zurückzulegen, sagt Eigenmann. «Nach heutigem Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass die Busse auf der Steigung bis zur Haltestelle Mühlegg Oberleitungen brauchen werden.» Allenfalls bestehe die Möglichkeit, im Quartierzentrum auf Fahrleitungen zu verzichten. In jenem Abschnitt müssten dann die Stromleitungen unterirdisch weitergeführt werden, was mit sehr hohen Investitionen verbunden wäre.

Die VBSG prüften auch, ob es möglich sei, den Abschnitt von der St.-Jakob-Strasse ins Heiligkreuz durchgehend zu elektrifizieren statt die Strecke in St. Georgen, sagt Eigenmann. «Am Ende entscheiden wir uns für die technisch intelligenteste Lösung.» Diese ist allerdings auch davon abhängig, ob der Kanton den Grundsatzentscheid für die Elektrifizierung fällt. Falls ja, werden die Fahrleitungen aufgrund des Planungsvorlaufs «nicht vor 2021» installiert. (dag)

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