Quartierverein Winkeln legt zu

Drei zusätzliche Anlässe, ein neues Vereinsmotto und mehr Mitglieder: Der Winkler Quartierverein war im vergangenen Jahr im Aufwind. Einzig bei den Finanzen hapert's.

Ralf Streule
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Fast alles im Lot beim Quartierverein Winkeln: Das Vereinsleben ist aktiv, und die Mitgliederzahl ist im vergangenen Jahr auf 339 angestiegen. «Wir haben zugelegt», fasste Vereinspräsident Ramon Gubler am Freitag an der Mitgliederversammlung in Winkeln zusammen. Es sei vieles in Bewegung im Quartier. Zur Entwicklung passe das neue Vereinsmotto: «Vereinsförderung – lebendig – Attraktivität».

Party, Markt, Adventsmarsch

Drei neue Anlässe seien 2010 hinzugekommen: Erstmals wurden Neuzuzüger mit einer Party und einem Apéro empfangen, vor der AFG Arena fand der erste Winkler Flohmarkt statt, und im Dezember lud der Verein zum Adventsmarsch an den Gübsensee. Einziger Wermutstropfen seien die Finanzen, erklärte der neue Kassier Jörg Bruderer. Die Mitgliederbeiträge seien in den vergangenen Jahren zu optimistisch budgetiert worden. In der Schlussabrechnung 2010 fehlten nun rund 3100 Franken. Die Situation sehe im Budget 2011 ähnlich aus. Es müsse dringend eine weitere Einnahmequelle geschaffen – oder aber gespart werden.

Kleine und grosse Änderungen

Gubelmann erwähnte im Jahresbericht «erfreuliche Anpassungen» rund um die AFG Arena, wie die im Boden versenkbaren Urinoirs, die beim Bahnhof installiert wurden und anlässlich von Fussballspielen hochgefahren werden. Zufrieden sei das Quartier mit dem «endlich erstellten fehlenden Trottoir» auf der Zürcher Strasse zwischen Schoretshuebstrasse und Industriegebiet Gossau. Die grossen Änderungen stünden aber wohl in Zukunft an, sagte Gubelmann und verwies auf die Pläne des Stadtplanungsamts, welches das Potenzial des Industriegebiets in Winkeln besser nutzen will und seine Pläne im Anschluss an die Versammlung vorstellte (Tagblatt von gestern).

In der allgemeinen Umfrage kam das Thema Finanzen noch einmal auf den Tisch. Ein Mitglied fragte, warum die Industrievereinigung Winkeln nicht mehr «wie einst» einen Beitrag an den Quartierverein bezahle. Die Vereinigung habe angegeben, «einen anderen Verwendungszweck» für den einst gespendeten Betrag gefunden zu haben, erklärte Kassier Jörg Bruderer. Ein weiteres Mitglied schlug vor, für den traditionellen Znacht vor der Mitgliederversammlung einen «Fünfliber» zu verlangen, um die Vereinskasse aufzubessern.

Sponsoren für neue LED-Sterne

Schliesslich stellten die Verantwortlichen der Winkler Weihnachtsbeleuchtung ihr neues Projekt vor: Die Weihnachtssterne sollen neu mit LED-Lampen betrieben werden, was günstiger, umweltschonender und langfristig billiger sei. Nur koste die Umrüstung eines Sterns 235 Franken. Man sei auf der Suche nach Sponsoren. Noch am gleichen Abend meldeten sich bei den Verantwortlichen mehrere Mitglieder, die einen Stern finanzieren.

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