Quartier im Spiel- und Farbenrausch

RORSCHACH. Die Quartierbewohner richteten die Löwenstrasse zum Spiel- und Wohnzimmer ein. Zum fünften Mal wurden Strassenfussballturnier und Quartierfest organisiert. Anlässlich des Jubiläums wurden die beiden Anlässe zum zweitägigen Löwenfest kombiniert.

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Geheimnisvoll farbige Hauswände durch Laluz-Lichtkunst. (Bild: pd)

Geheimnisvoll farbige Hauswände durch Laluz-Lichtkunst. (Bild: pd)

Aus dem Pilotprojekt «Project urbain», ein vom Bund und Kanton unterstützten Programm, das sich mit der Integration in Wohngebieten befasst, ist nicht nur das Quartierbüro entstanden. Auch das Rorschacher Sprachencafé, am Freitag mit dem Prix Wasserfrau ausgezeichnet, und weitere Aktivitäten öffnen den Zugang zu fremdsprachigen Einwohnern. Zwei davon sind das Quartierfest und das Strassenfussballturnier, die aufgrund des Fünf-Jahre-Jubiläums dieses Jahr zum Löwenfest vereint wurden.

Arien von Verdi und Puccini

Den Start dazu machten am Samstag Fussballteams im Alter von 6 bis 14 Jahren, die um die ersten Plätze spielten. Trotz des rasanten Spiels mussten von den Samaritern nur Schürfwunden und kleinere Verstauchungen versorgt werden. Mit dem Einbruch der Abenddämmerung wurden die Parkplätze zur offenen Bühne. Sowohl neben wie auf dem roten Teppich wurden einzigartige Überraschungen gezeigt. Lichtprojektionen am Eckhaus im Festzentrum präsentierten eine magische Szenerie. So manche Besucher rätselten um das Geheimnis der farbigen Hauswände. Sie wurden mittels analoger Dia-Technik von den Laluz-Lichtkünstlern projiziert. Spontan spielte eine Band Jazz-Rhythmen, die Sängerin Illdiko Emödi verzauberte mit Opern von Verdi und Puccini, die Kinder führten Quartiertänze auf.

Der Sonntag verwandelte die Strasse in ein Farbenspiel. Mit Phantasie animierten Quartierbewohner unter dem Motto «Farben-Bling-Bling» zum Spielen und Basteln. Für den einen Stand hat Johannes Weiss ein neues Kartenquartett erfunden, bei dem man die Psychologie der Farben ergründet und sein Gegenüber besser kennenlernt. Am Stand von Kata Piroch designten sich Kinder eigene Gewänder und Accessoires und präsentierten die extravagante Mode auf der Bühne. An der kulinarischen Meile gab es Schlemmereien aus aller Welt zu entdecken: Peru, Portugal, Eritrea/Äthiopien, Sri Lanka und Türkei.

Ohne Helfer nicht machbar

Das Fest konnte nur dank freiwilliger Helfer und Helferinnen umgesetzt werden. Nebst dem OK haben Engagierte des Quartiertreffs und Jugendliche vom Jugendtreff D4 mitgeholfen. Der Street-Soccer-OK-Präsident Afrim Maliqi: «Unsere Teams arbeiten Hand in Hand, wo jemand fehlt, springt jemand anderes ein.» Quartierfest-Chef Walter Meier ergänzt: «Dieses Jahr konnten wir unsere Synergien optimal nutzen.» (die/rtl)