Pumpwerk Breitfeld wird für Notlagen ausgebaut

An seiner gestrigen Sitzung hat das Stadtparlament dem Umbau des Pumpwerks Breitfeld für 640 000 Franken zugestimmt. Ein Rückweisungsantrag von Beat Weber (SP) wurde abgelehnt.

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Der Stadtrat will das Pumpwerk Breitfeld ausbauen, um die Trinkwasserversorgung in Notlagen zu verbessern. Bei einer Kontaminierung des Bodensees oder einem längeren regionalen Stromausfall sollen die Wasserreserven länger als drei Tage sichergestellt sein. Dafür müssten zwei grössere Pumpen angeschafft werden sowie ein Notstromgerät und eine neue Verbindungsleitung. Dem Kredit von 640 000 Franken stimmten die Bürgerlichen gestern geschlossen zu. Enthaltungen gab es im linken Ratslager.

Wasserqualität prüfen

Vorangegangen war dem Entscheid eine längere Diskussion. Parlamentarier Beat Weber (SP) stellte als Einzelvotant einen Rückweisungsantrag. Er beantragte erstens, dass eine Kooperation mit benachbarten Gemeinden zur Trinkwasserversorgung geprüft werde. Zweitens wollte er wissen, inwieweit die Regionale Wasserversorgung St. Gallen AG die Stadt unterstütze. Drittens beantragte Weber eine vertiefte Abklärung der Wasserqualität durch eine von der Stadt unabhängigen Stelle. Damit entsprach er auch dem Anliegen der Grüne/GLP/Junge Grüne-Fraktion.

Mit bürgerlicher Mehrheit

Der für die städtische Wasserversorgung zuständige Stadtrat Fredy Brunner zeigte sich überrascht über den Rückweisungsantrag. Eigentlich seien im Vorfeld alle Fragen beantwortet worden, sagte er. Und wenn nicht, könnte man diesen auch dann nachgehen, wenn die Pumpen bereits erneuert werden: «Das eine tun, das andere nicht lassen.» Der Rückweisungsantrag wurde schliesslich mit einer bürgerlichen Mehrheit abgelehnt. (lem)