Pumptrack wird aufgegleist

ANDWIL. Die Pläne zur Velofreizeitanlage beim Schulhaus Ebnet in Andwil nehmen konkrete Züge an. Das Baugesuch ist eingereicht. In wenigen Monaten kann sich die Bevölkerung zum Vorhaben äussern.

Roman Hertler
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Als Standort für den Bikepark in Andwil ist die Wiese neben dem Fussballplatz beim Schulhaus Ebnet vorgesehen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Als Standort für den Bikepark in Andwil ist die Wiese neben dem Fussballplatz beim Schulhaus Ebnet vorgesehen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Lange war es ruhig um das Pumptrack-Projekt in Andwil. Doch nun kommt Bewegung in die Angelegenheit. Der Verein Bikepark Andwil um Präsident Peter Bode hat das Baugesuch für die Velofreizeitanlage bei der Gemeinde im vergangenen Dezember eingereicht. Am Dienstagabend haben sich der Verein und die Gemeinde zum Gespräch getroffen, um letzte bautechnische Unklarheiten auszuräumen. Es ging insbesondere um detaillierte Höhenangaben der Bodenwellen («Pumps»), den Abstand zum offengelegten Bach am Rand der Parzelle und um Grenzabstände. Ob und wann die ersten Mountainbiker über die hügeligen Betonpisten kurven können, ist aber noch nicht klar.

Ein Bikepark steht für Sport, Spass und Spiel, wie hier in Zürich. (Bild: pd)

Ein Bikepark steht für Sport, Spass und Spiel, wie hier in Zürich. (Bild: pd)

Gemeinde mit an Bord

Mit dem Bau des Pumptracks soll Velosolutions beauftragt werden. Das Unternehmen von Claudio Caluori hat schon diverse Bikeparks, Trails und Pumptracks in der Schweiz und im nahen Ausland realisiert. Darunter auch den Pumptrack in der Gemeinde Jenaz, den der Andwiler Gemeinderat 2010 selber getestet hat.

Seither ist Gemeindepräsident Dominik Gemperli vom Projekt angetan: «Ich persönlich finde es eine spannende Sache, besonders auch für jüngere Leute.» Es sei gut, wenn sich die Gemeinde im Bereich Jugend positiv positionieren könne. Die Lage in der Nähe des Schulhauses Ebnet und beim Fussballplatz sei grundsätzlich ideal. Erste behördliche Hürden hat das Projekt bereits überwunden. An der Andwiler Bürgerversammlung im vergangenen Februar wurde die Überführung der Parzelle vom Verwaltungs- ins Finanzvermögen problemlos durchgewinkt. Damit kann die Gemeinde die Parzelle dem Verein zur Verfügung stellen. Zudem wurde von der Bürgerschaft ein Kredit über 70 000 Franken als Beteiligung an der Anlage genehmigt, wovon 8000 bereits in der Planungsphase entrichtet wurden. Schätzungen für die Gesamtkosten des Pumptrack-Projekts bewegen sich im tiefen sechsstelligen Bereich.

Weitere Hürden

Der Gemeindepräsident verweist darauf, dass der Bau noch nicht bewilligt ist. «Der Pumptrack wird jetzt nochmals im Gemeinderat thematisiert», sagt Gemperli. «Danach werden wir mit den direkt betroffenen Anwohnern des Grundstücks in Kontakt treten.» Zu einer öffentlichen Planauflage und der damit einhergehenden Einsprachemöglichkeit wird es erst nach diesen Gesprächen – voraussichtlich aber noch diesen Frühling oder Sommer – kommen.

«Der Gemeinderat ist sehr entgegenkommend und steht dem Projekt wohlwollend gegenüber», räumt Peter Bode, Präsident des Bikeparks Andwil, ein. Ein wenig Ungeduld schwingt in seiner Stimme dennoch mit. «Die Idee zum Pumptrack steht schon seit fünf Jahren im Raum.» Zuerst als Vorstandsmitglied des RMC Gossau lancierte Bode das Projekt. Später gründete er mit einem halben Dutzend Gleichgesinnten den Verein Bikepark Andwil. «Im Moment warten wir noch darauf, dass uns der kantonale Verbandsableger von Swiss Cycling aufnimmt.» Nur als Mitglied des Kantonalverbandes können beim Sport-Toto-Fonds Gelder beantragt werden. «Auf diese Quelle sind wir angewiesen, auch wenn bereits weitere Sponsoren ihren Unterstützungswillen bekundet haben», sagt Bode. Der Entscheid der Delegiertenversammlung über die Aufnahme des Bikeparks Andwil in den Kantonalverband wird auf Ende Februar erwartet.

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