Pumptrack ist fast fertig geplant

ANDWIL. Vor fünf Jahren wurde das Projekt Pumptrack in Andwil lanciert. Die Anlage soll gleich neben dem Schulhaus gebaut werden. Inzwischen ist die Planung weit fortgeschritten. Bei den Anwohnern hält sich die Begeisterung aber in Grenzen.

Norina Furrer
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Der Pumptrack ist direkt neben dem Sportplatz geplant. (Bild: Norina Furrer)

Der Pumptrack ist direkt neben dem Sportplatz geplant. (Bild: Norina Furrer)

Bereits fünf Jahre ist es her, seit das Pumptrack-Projekt in Andwil lanciert wurde. Seitdem ist viel geschehen, und einige Hürden konnten bereits überwunden werden. Nun befinde sich die Planung kurz vor dem Abschluss, sagt Peter Bode, Präsident des Vereins Bikepark Andwil. Damit das Projekt definitiv durchgeführt werden kann, muss jedoch zunächst noch das Betriebskonzept bei der Gemeinde eingereicht werden. Nach den Sommerferien sollen im Gemeinderat weitere Gespräche stattfinden.

Anwohner wenig begeistert

Ob wirklich gebaut werden könne, stehe noch nicht fest, sagt auch Gemeindepräsident Dominik Gemperli. Vor kurzem habe man das Gespräch mit den Anwohnern gesucht. «Die Begeisterung hält sich bei diesen allerdings in Grenzen», sagt Gemperli. Befürchtet werden vor allem stärkere Lärmemissionen. «Zudem müssen die Parkplatzsituation sowie die Zufahrt geregelt werden», sagt Gemperli. Auch über öffentliche Toiletten und die Öffnungszeiten der Anlage wurde gesprochen. Alle diese Punkte müssen durch das Betriebskonzept des Vereins festgelegt werden.

Beherrschung des Velos üben

Peter Bode, Präsident des Vereins Bikepark Andwil, ist sich der Bedenken der Anwohner bewusst. Velofahren an sich mache jedoch keinen Lärm. Er bezweifle, dass neben dem Fussballplatz und dem Spielplatz wesentlich mehr Lärm entstehe. «Es ist wichtig, Kindern und Jugendlichen etwas zu bieten», sagt er. Alt und Jung sowie Könner und Anfänger könnten die Anlage nutzen. «Zudem ist der Bikepark mit jedem Velo befahrbar, auch mit dem alten Militärvelo», fügt er mit einem Lachen hinzu.

Einen weiteren Vorteil sieht Peter Bode beim Standort des Pumptracks. «Gleich neben dem Schulhaus haben die Sportlehrer die Möglichkeit, den Turnunterricht auf die Anlage zu verlegen und das Beherrschen des Velos mit den Schülerinnen und Schülern zu trainieren», sagt Bode. Solche Vorteile sieht auch der Gemeindepräsident. «Das Projekt hat eine grundsätzliche Zustimmung im Gemeinderat», sagt er. Nicht zuletzt, da man die Anlage in der Gemeinde Jenaz im Jahr 2010 selbst getestet habe und sich so für das Projekt begeistern konnte.

Unterstützung nötig

Finanziert wird der Pumptrack durch den Verein Bikepark Andwil. «Um das Projekt umsetzen zu können, sind wir unter anderem auch auf Gelder des Sport-Toto-Fonds angewiesen», sagt Peter Bode. Dies, auch wenn bereits weitere Sponsoren ihre Bereitschaft zur Unterstützung bekundet hätten. Ein Antrag wird nach dem Baubewilligungsverfahren gestellt. Zudem habe die Bürgerschaft einen Kredit über 70 000 Franken als Beteiligung an der Anlage genehmigt.