Publikumslieblinge laden zur Gala

Am Wochenende findet in Rorschach das A-cappella-Festival statt. Eine sechsköpfige Band aus Polen, die im Vorjahr Furore machte, eröffnet in diesem Jahr die Veranstaltung mit einem Galakonzert.

Corina Tobler
Drucken
Immer für ein Spässchen zu haben: Das Männersextett Affabre eröffnet morgen Freitag das 12. Rorschacher A-cappella-Festival. (Bild: pd)

Immer für ein Spässchen zu haben: Das Männersextett Affabre eröffnet morgen Freitag das 12. Rorschacher A-cappella-Festival. (Bild: pd)

RORSCHACH. Es ist zweifelsohne einer der stimmgewaltigsten Veranstaltungen der Region Rorschach. Seit 2004 lockt das A-cappella-Festival Stimmkünstler aus dem In- und Ausland in die Hafenstadt, die mit ihrem Können die Zuhörerinnen und Zuhörer verblüffen. Besonders an den Restaurantabenden unter dem Motto «Stimmen auf fünf Bühnen» gibt es unter den fünf Gruppen pro Abend immer wieder Ausnahmekönner zu entdecken. Vor Jahresfrist ernteten die sechs Männer der polnischen Gruppe Affabre für ihre Darbietungen tosenden Applaus. Und wurden die Sänger vom Organisationskomitee gleich fürs Galakonzert zur Eröffnung des diesjährigen 12. Festivals engagiert.

Von «Boléro» bis Michael Jackson

Ein Coup, der die Programmverantwortliche Regina Nusch freut. «Ich entdeckte Affabre vor zwei Jahren online und fand die Gruppe irrsinnig gut. Auf meine Anfrage hin verlangten sie allerdings erst eine für uns viel zu hohe Gage – kamen dann aber zum Glück doch für weniger Geld zu uns.» Das Sextett eigne sich aufgrund seines Könnens und seines breiten Repertoires perfekt als Auftaktgruppe.

Tatsächlich singen die Countertenöre Robert Hylla und Leszek Marciniak, Tenor Przemyslaw Czekala, Bariton Piotr Lewandowski und die Bässe Piotr Dziurla und Artur Hoffmann von Madrigalen aus der Renaissance über Ravels «Boléro» bis hin zu Pop von Michael Jackson oder Jazz von Louis Armstrong alles. Dabei zeichnen sich Affabre auch durch überraschende Arrangements und täuschend echte Instrumentalimpressionen aus.

Regina Nusch hofft, dass die hochkarätige Gruppe entsprechend viel Publikum anlockt – so wie dies das vielfältige Aufgebot für die Restaurantabende erneut zu tun verspricht (siehe Kasten).

Hoffen auf mehr Zuschauer

Während die Tische in den Restaurants regelmässig voll besetzt sind, hatte das Freitagskonzert in den vergangenen Jahren mit einem Besucherrückgang zu kämpfen. Dies, obwohl durchwegs renommierte Formationen auftraten. «Die Kombination aus Essen und fünf Auftritten à 20 Minuten hat sich etabliert und macht das Festival zwar erfolgreich, die Abende kosten die Besucher aber auch etwas, so dass womöglich einige aus finanziellen Gründen aufs Freitagskonzert verzichten», mutmasst Regina Nusch. Obwohl sie dies ein Stück weit nachvollziehen kann, hofft sie natürlich auf eine Trendwende.