Publikum und Jury fast einig

RORSCHACH. Bogdan Adrian Lefter/Ciprian Ariciu gewinnen das Sandskulpturen-Festival 2010 mit «Eile mit Weile» vor Helena Bangert/Kirk Rademaker mit «Traum-Beschleunigung» und Aleksandra Lutovinova/Wladimir Degtyarov mit «Wettrennen».

Fritz Bichsel
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2. Preis der Jury: Helena Bangert und Kirk Rademaker, Holland/USA, mit «Traum-Beschleunigungsspur».

2. Preis der Jury: Helena Bangert und Kirk Rademaker, Holland/USA, mit «Traum-Beschleunigungsspur».

So entschied die nur noch mit Künstlern besetzte Jury. Und ähnlich das Publikum: «Wettrennen» ist bei ihm der Sieger. Wilfred Stijger und Edith von de Weterring, zweifache Sieger in Vorjahren, blieb diesmal nur der Förderpreis, den alle weiteren Teams (Ränge 4 bis 10) erhielten.

Immer wieder Staunen

Weniger Besucher als auch schon bei der Preisverleihung am Samstag und weniger wetterempfindliche Details an Kunstwerken: Bereits gefallener und noch drohender Regen ist spürbar.

Wasser könne den Werken wenig anhaben, versichern die Organisatoren jedoch stets, sei sogar nötig als einziger Werkstoff nebst Sand. Etliche Besucher sind sich aber sicher, das von den Künstlern verwendete Wasser sei durch Leim milchigweiss geworden. So oder so lösen die Kunstwerke auch im zwölften Jahr grosses Staunen aus. Handwerkliches Können ebenso wie die Ideen zum jährlich wechselnden Motto.

Die einen Künstler setzten beispielsweise mit Affe und Mensch den Schwerpunkt beim Teil Evolution, andere mit Riesenfüssen beim Teil Fortbewegung. Preise aber gewinnen Teams, die mit Evolution in der Fortbewegung das Motto als Ganzes gestalteten.

«Künstlerisch stark umgesetzt»

Besucher haben diesmal keinen klaren Favoriten. Auch die Jury ringt, bis sie das Zweierteam aus Rumänien vor die Konkurrenten aus Holland/USA und aus der Ukraine setzt.

«Starke Umsetzung, bester europäischer Surrealismus», lobt sie das Siegerwerk (Bild auf Seite «schauplatz ostschweiz»). Die gut vorbereitete Stadtharmonie Eintracht ehrt das mit der rumänischen Hymne.

Kunst mit Platz für stets Neues

Festivalinitiant und -leiter Urs Koller wertet Sandskulpturen als eigene Stilrichtung der Kunst.

Und die besondere Atmosphäre in Rorschach mit dem Gelände direkt am See und hohem Wohlbefinden der Künstler dank Sponsoren aus der Region für alle Bereiche als Grund für hervorragende Resultate hier. Zur Vergänglichkeit dieser Kunst verweist er darauf, dass so stets Platz entsteht für Neues. Vorher sind die Werke bis 12. September zu sehen. Bei Wetterglück nutzten das gestern, am ersten Sonntag, wie gewohnt Massen von Besuchern.

Sieg beim Publikum und 3. Preis der Jury: Aleksandra Lutovinova und Wladimir Degtyarov, Ukraine/Deutschland, mit «Wettrennen» von Fahrzeugen aus alter und neuer Zeit. (Bilder: Urs Bucher)

Sieg beim Publikum und 3. Preis der Jury: Aleksandra Lutovinova und Wladimir Degtyarov, Ukraine/Deutschland, mit «Wettrennen» von Fahrzeugen aus alter und neuer Zeit. (Bilder: Urs Bucher)

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