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PROZESS: Teilbedingte Freiheitsstrafe für ehemaligen Securitas-Mitarbeiter

Ein 37-jähriger Mann ist vom Kreisgericht St. Gallen unter anderem wegen schwerer Körperverletzung und sexueller Nötigung zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 36 Monaten verurteilt worden. Als Securitas-Mitarbeiter hatte er zudem einen Fussballfan zu Unrecht beschuldigt.
Der verurteilte Securitas-Mitarbeiter soll einem Fahrgast in einem Postauto die Faust ins Gesicht geschlagen haben. (Symbolbild)

Der verurteilte Securitas-Mitarbeiter soll einem Fahrgast in einem Postauto die Faust ins Gesicht geschlagen haben. (Symbolbild)

Die Staatsanwaltschaft hatte an der Verhandlung Ende März für den 37-jährigen Mann eine Freiheitsstrafe von vier Jahren gefordert. Die Verteidigung verlangte hingegen eine bedingte Freiheitsstrafe von maximal zehn Monaten. In seinem am Donnerstag veröffentlichten Entscheid verurteilte das Kreisgericht den Angeklagten unter anderem wegen mehrfacher schwerer und einfacher Körperverletzung, wegen sexueller Nötigung, sexueller Belästigung und falscher Anschuldigung zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren. Davon muss er 12 Monate absitzen. 24 Monate werden bei einer Probezeit von fünf Jahren ausgesetzt.
Dazu kommt eine Geldstrafe von 360 Tagessätzen à 60 Franken. Davon sind 120 Tagessätze zu bezahlen. Weiter hat das Kreisgericht eine Busse von 1000 Franken ausgesprochen.

Immer wieder zugeschlagen

An der Verhandlung Ende März hatte die Anklage dem Mann vorgeworfen, in seinem Privatleben, aber auch als Mitarbeiter der Securitas, immer wieder mit übermässiger Gewalt reagiert zu haben. Die ehemalige Freundin des Angeklagten schilderte einen eigentlichen Gewaltexzess mit sexuellen Übergriffen. Unter anderem sei sie sexuell genötigt, geschlagen, gewürgt und gezwungen worden, entwürdigende Posen einzunehmen. Nackt und an den Haaren habe sie der Angeklagte aus dem Haus geschleift.Einen Teil der Aussagen der Frau bestritt der Mann bei der Befragung durch das Gericht. Mehrmals sagte er aber auch: «Kann möglich sein».

Weiter wurde ihm vorgeworfen, als Securitas-Mitarbeiter in einem Postauto bei einer Billettkontrolle einem Fahrgast die Faust ins Gesicht geschlagen zu haben. Als privater Security-Angestellter war er in eine Schlägerei vor einer Bar verwickelt. Dabei setzte er Pfefferspray ein und schlug mit einer schweren Taschenlampe zu. Einer der Beteiligten trug Brüche im Schädel und eine Platzwunde davon.

Falscher Zeuge gegen Fussballfan

Die Staatsanwaltschaft warf dem 37-Jährigen zudem eine Falschaussage vor, die er 2013 als Securitas-Mitarbeiter nach einem Fussballspiel in St. Gallen machte. Er hatte einen Fussballfan beschuldigt, ihn tätlich angegriffen zu haben. Dies wiederholte er auch als Zeuge − bis ihm Videobilder vorgespielt wurden, die die Unschuld des Fans belegten. Seine Aussage sei falsch gewesen, die Einsatzleitung habe dies aber damals von ihm so gewollt, erklärte er an der Verhandlung. Das Urteil des Kreisgerichts St. Gallen ist noch nicht rechtskräftig. (SDA-ATS/ka/md)

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