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PROVISORIUM: Doppelt so viele Ausleihen

Vor drei Jahren wurden die Kantons- und die Stadtbibliothek in der Hauptpost zusammengeführt. Neben den Ausleihzahlen steigt auch die Zahl der Anlässe ausserhalb des regulären Bibliotheksbetriebs.
Laura Widmer
Rund 21 (Bild: Urs Bucher (28. Februar 2015))

Rund 21 (Bild: Urs Bucher (28. Februar 2015))

Laura Widmer

laura.widmer@tagblatt.ch

Die Bibliothek Hauptpost feiert ihr dreijähriges Bestehen. Das gemeinsame Provisorium der Kantons- und der Stadtbibliothek gegenüber dem Hauptbahnhof ist eine Erfolgsgeschichte, wie sich anhand der Zahlen festmachen lässt. Aus der Kantonsbibliothek werden seit der Eröffnung der Hauptpost doppelt so viele Medien ausgeliehen, die Stadtbibliothek verzeichnet eine Steigerung um 25 Prozent. Die Kantonsbibliothek profitierte besonders von der Zusammenführung der Bestände im Provisorium, sie hatte vorher keinen Freihandbestand. Jährlich zählen die Kantons- und Stadtbibliothek an den Standorten Hauptpost und Katharinen, wo sich die Kinder und Jugendmedien befinden, 210000 Besucher. Die Besucherzahlen und Ausleihen nehmen auf hohem Niveau weiter zu.

Zentraler Standort und gutes Konzept

Die Kantonsbibliothek profitierte besonders von der Zusammenführung der Bestände im Provisorium, sie hatte vorher keinen Freihandbestand. Der grosse Sprung bei den Ausleihen ist gemäss Kantonsbibliothekarin Sonia Abun-Nasr auf die Eröffnung der Hauptpost zurückzuführen. Die Konstellation sei für beide Bibliotheken sehr vorteilhaft. Der zentrale Standort sei ein grosser Gewinn. Ausserdem funktioniere das Konzept, dass mit der Eröffnung der Bibliothek Hauptpost Bestände von Kantons- und Stadtbibliothek zusammengeführt wurden.

Seit Jahren nimmt auch die Zahl der Anlässe neben dem regulären Bibliotheksbetrieb zu. Durchschnittlich 9000 Personen besuchten in den vergangenen beiden Jahren Veranstaltungen an den Bibliotheksstandorten. Es werden nicht nur Lesungen und Präsentationen mit Schriftstellern im Raum für Literatur durchgeführt, sondern auch Führungen für verschiedene Gruppen angeboten. Auch an jährlichen Anlässen wie der Museumsnacht St. Gallen oder dem Welttag des Buches nimmt die Bibliothek teil. Als wichtig erachtet Sonia Abun-Nasr insbesondere die Führungen für verschiedene Schulen. Die Schüler lernen dabei, wie eine Bibliothek genutzt werden kann. Zu den beliebtesten Veranstaltungen gehören gemäss Katharina Braun von der Stadtbibliothek die im Frühling und Herbst stattfindenden Bücherpräsentationen, die von rund 100 Personen besucht werden. Auch fremdsprachige Lesungen ziehen viele Interessierte an: Die letzte serbische Lesung besuchten rund 90 Personen.

Zusatzangebot wird ausgebaut

Es sei Teil einer modernen Bibliothek, dass zusätzlich zum regulären Betrieb Veranstaltungen und Lesungen durchgeführt würden, sagt Kantonsbibliothekarin Abun-Nasr. «Wir möchten das Angebot auch in den kommenden Jahren quantitativ und inhaltlich ausbauen.»

Seit dem vergangenen Jahr kann der Umgang mit digitalen Medien in der Bibliothek Katharinen erlernt werden. Im Medienlabor können Schüler mit neuen Medien arbeiten. Foto- und Videokameras, Tischstative, Aufnahmegeräte und iPads stehen zur Verfügung. Erweitert wird das Angebot durch Geräte und Arbeitsplätze für Videoschnitt und Fotobearbeitung. Diese stehen in erster Linie Lehrpersonen und Schulklassen zur Verfügung. Die Einführungsanlässe und das Medienlabor dürften gemäss Einschätzung der Bibliothek dazu beigetragen haben, dass vermehrt Medien aus der digitalen Bibliothek (Dibiost) ausgeliehen werden. 2017 betrug der Zuwachs 24,5 Prozent. Die Zahl der Ausleihen von digitalen Medien lag vor der Eröffnung der Bibliothek Hauptpost um 40 Prozent tiefer.

Wie lange das Provisorium in der Hauptpost bestehen bleibt, ist noch offen. Die Kantonsbibliothek, die städtische Freihandbibliothek sowie die Frauenbibliothek Wyborada sollen zusammengeführt werden. Als Standorte im Gespräch sind die Hauptpost oder das Union-Gebäude am Schibenertor. Im März soll über den definitiven Standort informiert werden, sagt Katrin Meier, Leiterin des kantonalen Amtes für Kultur, auf Anfrage.

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