Projekt zusammen baureif machen

Alle sind gleichermassen gefordert Ausgabe vom 22. Januar 2016

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In Rorschach stehen in wenigen Wochen Entscheide über sehr wichtige Verkehrsvorhaben für Strasse und Schiene an. Ende Februar werden wir in Rorschach über zwei sehr wichtige Projekte abstimmen.

Es geht um den Ausbau des Stadtbahnhofs und um die zugehörige Strassenunterführung. Dafür ist jetzt der richtige Zeitpunkt, weil sich Rorschach dieses Generationenprojekt dank substanzieller Finanzbeiträge von Bund und Kanton, die nur jetzt zur Verfügung stehen, leisten kann. Der Stadtrat erwähnt im Gutachten zuhanden der Bürgerschaft die Gesamtstrategie zum Verkehr in der Region und bettet Ausbau von Stadtbahnhof und Strassenunterführung darin ein. Zu Recht! Wesentlicher Teil der Gesamtstrategie ist zum einen der Ausbau des öffentlichen Verkehrs durch zusätzliche Bahn- und Busverbindungen innerhalb der Region und zu den benachbarten Zentren, vor allem St. Gallen. Das Gutachten erwähnt zum anderen als ebenfalls zentralen Bestandteil der Gesamtstrategie Verkehr den Autobahnanschluss Witen mit Zubringer und mit den zwingend notwendigen flankierenden Massnahmen zur gleichzeitigen Entlastung der Wohnquartiere.

Dazu haben wir an der Veranstaltung im Zentrum St. Kolumban wichtige positive Botschaften gehört: Der Bund hat grünes Licht zur Projektierung gegeben. Im Auftrag des Bundesamtes für Strassen Filiale Winterthur erarbeitet das kantonale Tiefbauamt derzeit das Generelle Projekt. Nach Aussagen des Kantonsingenieurs steht dieses kurz vor Abschluss und wird in allernächster Zeit mit den Bundesstellen besprochen. Solche Nachrichten sind sehr erfreulich. Es gilt nun, diesen positiven Schwung mitzunehmen und das Projekt mit vereinten Kräften von allen Beteiligten – Gemeinden, Kanton St. Gallen und Bund – baureif zu machen. Die an der Podiumsveranstaltung gehörten Botschaften stimmen mich sehr zuversichtlich. Packen wir es an.

Jürg Bereuter, Präsident IG mobil, Promenadenstrasse 53, 9400 Rorschach

Zuerst vertiefte Diskussion führen

Das parteiübergreifende Podiumsgespräch mit Fachleuten und Politikern zum Thema Verkehr sei von Harmonie geprägt gewesen, steht wörtlich im Tagblatt. Unsinn! Es war eine Wahlveranstaltung der republikanischen Seite unseres Partei-Spektrums. Die demokratische Seite war nicht vertreten. Deshalb wundert es auch nicht, dass alle einer Meinung zum Autobahnanschluss waren. Das ist nämlich immer so, wenn man unter seinesgleichen diskutiert. Fragwürdig ist dann wohl auch die Rolle des FDP-Regierungsratskandidaten. Er scheint keinen besonderen Weitblick in so sensiblen Fragestellungen wie der nachhaltigen Entwicklung der überbordenden Verkehrsströme zu haben. Man kann ja den A1-Anschluss planen. Im Moment kumulieren sich aber gewaltige Nachteile auf dem Stadtgebiet von Rorschach.

Ob die Rorschacher sich diese Nachteile einhandeln wollen, das steht in den Sternen geschrieben. Führen wir darum in den nächsten Wochen zuerst mal eine vertiefte Diskussion über die Bahnunterführung.

Guido Etterlin, Schützenstrasse 16, 9400 Rorschach

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