Projekt-Werkstatt: SP und Juso kritisieren den Kanton

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BeitragDer Kanton hat der Projekt-Werkstatt im alten Güterbahnhof den Geldhahn zugedreht. Für das Arbeitslosen­projekt bedeutet dies das Aus. Dass der Kanton den Zuschlag einem günstigeren Anbieter vergeben hat, wirft bei Juso und SP einige kritische Fragen auf, wie sie in einer Mitteilung schreiben. Für die Parteien sei es schwer nachzuvollziehen, dass die Projekt-Werkstatt nach 23 Jahren schliessen muss, obwohl sie noch vergangenen Monat zum erfolgreichsten Reintegrationsprojekts des Kantons gekürt wurde. Zudem ärgert sich die SP des Kantons St. Gallen über das Vorgehen und die Kommunikation des Kantons. Bei einem Entscheid dieser Tragweite hätte die Partei erwartet, dass die Öffentlichkeit informiert werde.

SP und Juso sehen die Streichung der Beiträge für die Projekt-Werkstatt als Folge der Sparspirale, in welche sich der Kanton begeben habe. So plant der Kanton auf nächstes Jahr hin, 100 Einsatzplätze bei den Arbeits­losen-Einsatzprogrammen zu streichen. Dies habe dazu geführt, dass unter den Anbietern ein ungesunder Wettbewerb entfacht worden sei. Die SP bemängelt überdies in ihrer Mitteilung, dass die Erfolgsquote sowie der langfristige Erfolg eines Projektes in diesem Fall nicht bewertet wurden, dafür finanzielle Kriterien umso mehr. Deshalb fordert die SP den Kanton auf, den Entscheid nochmals zu überdenken.

Die Juso des Kantons St. Gallen findet in ihrer Medienmitteilung deutlichere Worte: Die Partei kritisiert diese aus «Sparwahn gewachsene Massnahme» aufs Schärfste und fordert, dass der Leistungsabbau auf Kosten der sozial Benachteiligten aufhört und der Kanton diesen Entscheid rückgängig macht. (pd/ren)