Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

PROGNOSE: Im «Boppi» hat's noch Platz

Rund um das Schulhaus Boppartshof entstehen derzeit 200 neue Wohnungen. Obwohl das Quartier wächst, sind im 50-jährigen Schulhaus weiterhin genug Zimmer vorhanden. Für die nächsten Jahre sieht die Stadt keinen Handlungsbedarf.
Roger Berhalter
Das Schulhaus Boppartshof ist zwar schon 50 Jahre alt, für den Schulbetrieb aber immer noch zeitgemäss. (Bild: Mareycke Frehner)

Das Schulhaus Boppartshof ist zwar schon 50 Jahre alt, für den Schulbetrieb aber immer noch zeitgemäss. (Bild: Mareycke Frehner)

Roger Berhalter

roger.berhalt

er@tagblatt.ch

200 neue Wohnungen und 13 neue Einfamilienhäuser: In Haggen wird derzeit gross gebaut. Im Quartier im Westen der Stadt befinden sich gleich drei grosse Baustellen fast nebeneinander. Gegenüber dem Bahnhof Haggen entstehen 147 neue Wohnungen, auf der Wiese unterhalb des Restaurants Schlössli werden weitere 60 Wohnungen errichtet, und hinter der Überbauung Rosenbüchel sind neun Einfamilienhäuser und vier Villen im Bau (Ausgabe vom 11. Januar).

Alle diese Baustellen befinden sich im Einzugsgebiet der Schule Boppartshof, nur wenige hundert Meter vom Schulhaus entfernt. Mehr Wohnungen bedeuten mehr Einwohner – und somit mehr Schüler fürs «Boppi». Dabei fragt sich mancher Quartierbewohner, ob das 50-jährige Schulhaus dafür gerüstet ist.

«Die Kinder kommen ja nicht scharenweise», beschwichtigt Schuldirektor Markus Buschor. Aufgrund von Erfahrungswerten gebe es folgende Faustregel: Pro 100 Wohnungen, die in der Nähe einer Schule zusätzlich gebaut würden, zähle jeder Jahrgang danach nur zwei Kinder mehr. 200 neue Wohnungen in Haggen, das bedeutet gemäss dieser Faustregel also, dass jeder Jahrgang im Schulhaus Boppartshof um vier Kinder wächst.

Korrekturen frühestens in sieben Jahren

Platznot herrsche deswegen am Schulhaus Boppartshof noch nicht, sagt Markus Buschor. «Es besteht kein Platzbedarf im Schulhaus.» Zusammen mit der kantonalen Statistik-Fachstelle macht die Stadt laufend Prognosen über die Entwicklung der Schülerzahlen. Daraus leitet sie für die einzelnen Schulhäuser den Platz- und einen allfälligen Handlungsbedarf ab. «Für einen Zeitraum von sechs Jahren sind diese Prognosen sehr genau», sagt Buschor. Für die nächsten sechs Jahre sei für den Schulbetrieb im Boppartshof genügend Platz vorhanden. Korrekturen seien frühestens in sieben Jahren nötig.

Bis 2023 wird die Zahl der Primarschüler in der Stadt um insgesamt 460 Schüler oder 22 Klassen steigen. Diese Prognose steht im 2017 veröffentlichten Postulatsbericht der Stadt zum Ausbau der Tagesbetreuung. Aufgeschlüsselt nach den einzelnen Schulhäusern, zeigt sich für den Boppartshof ein klares Bild: «Die Kapazität beträgt 22 Primarklassen. Im Prognosezeitraum von sechs Jahren sind die Kapazitäten ausreichend», heisst es im Bericht. In diesen Prognosen sind laut Buschor auch grössere Bauvorhaben berücksichtigt. Die aktuellen Grossbaustellen in Haggen kommen für das städtischen Schulamt demnach nicht überraschend, sondern sind bereits Teil der Planung.

Dies zeigt sich in der neuen Überbauung Bernhardswies am Bahnhof Haggen. Dort entsteht ein neuer Kindergarten. Wenn die Wohnungen fertig sind, wird auch die Stadt dort eingemietet sein, um bei Bedarf einen Kindergarten zu eröffnen. «Auf Kindergartenstufe sind die Schwankungen grösser, von einem Jahr zum anderen kann es grosse Unterschiede in der Anzahl Kinder geben», sagt Buschor. Deshalb habe man sich in der Überbauung Bernhardswies eingemietet, um möglichst flexibel zu sein. Zudem entspreche es der Strategie der Stadt, dass die Kindergärten möglichst fein verteilt seien.

In der Betreuung sind Platzprobleme absehbar

Genügend Klassenzimmer im «Boppi», ein zusätzlicher Kindergarten in der Nähe: Sind im Boppartshof damit alle Platzwünsche erfüllt? Nicht ganz. Denn im Gegensatz zum Schulbetrieb sieht die Stadt bei der Tagesbetreuung sehr wohl Handlungsbedarf. Zweimal schon musste die Stadt zusätzlich Raum schaffen, weil immer mehr Eltern ihre Kinder tagsüber betreuen lassen wollten. 2009 wurde der zweigeschossige Pavillon neben dem Schulhaus eröffnet, zusätzlich hat die Stadt in der Überbauung Wolfganghof einen Pavillon gemietet.

Der Bedarf steigt weiter, weshalb Platzprobleme in der Betreuung absehbar sind. Noch ist unklar, wie die Lösung aussehen könnte und ob es einen Neubau braucht. In der Investitionsplanung der Stadt sind im Zeitraum 2018–23 für die Tagesbetreuung im Boppartshof aber 6,8 Millionen Franken eingestellt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.