Pro Velo unentschieden

Der Vorstand von Pro Velo verzichtet auf eine Parolenfassung zur Neugestaltung des Marktplatzes. Obwohl die Vorlage gerade für Velofahrer zahlreiche Verbesserungen verspreche.

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Pro Velo hat sich seinen Entscheid nicht leichtgemacht. Am Schluss resultierte im Vorstand ein «Unentschieden»: Pro Velo sagt weder Ja noch Nein zur Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt, wie der Verband in einer Medienmitteilung schreibt. Die Bedenken betreffen insbesondere die im Rahmen der Vorlage ebenfalls geplante Parkgarage Schibenertor.

Dass eine weitere Parkgarage unverzichtbar sei, wie die Befürworter behaupteten, daran mag der Verband nicht glauben. Ohnehin stehe aus dem Blickwinkel von Velofahrenden der Beitrag von über zwei Millionen Steuerfranken an die Parkgarage in einem krassen Missverhältnis zu den 50 000 Franken für Veloabstellplätze und Möblierung.

Länger warten?

Pro Velo sieht dennoch Verbesserungen für die eigene Klientel und gibt sich zuversichtlich, dass diese auch bei einem Nein am 15. Mai zum Tragen kämen: «Allerdings müsste dann mit einer noch längeren Zeitspanne bis zur Umsetzung gerechnet werden», gibt Pro Velo zu bedenken.

Als positiv bewertet der Velo-Verband die neuen Abstellplätze auf dem Marktplatz und in dessen näherer Umgebung. Gleichzeitig werden solche aber im Bereich Marktgasse und Neugasse vermisst. Bemängelt wird weiter, dass aus der Vorlage nicht ersichtlich sei, wie die Veloabstellplätze ausgerüstet würden. Pro Velo wünscht sich an möglichst vielen Orten «Anbindemöglichkeiten, Halterungen und Überdachungen». Dies führe nämlich zu vermehrter Nutzung.

Einfachere Velodurchfahrt

Mit der Umgestaltung sodann erhalte der Platz Raum, der als Lebensraum, aus Sicht von Velofahrenden aber auch für die einfachere Durchfahrt genutzt werden könne. Der bisher von Autos belegte Platz stehe neu nun dem Langsamverkehr zur Verfügung, heisst es in der Stellungnahme weiter. Positiv bewertet wird auch die Fahrradspur von der Engelgasse bis zum Schibenertor. Entsprechend könne jetzt von einer «tatsächlichen Velodurchfahrt» gesprochen werden. Schliesslich ermögliche die Verlegung der Bushaltestelle, dass ein grosser Teil von Marktplatz und Bohl «ohne gefährliche und lästige» Randsteine und Haltekanten gestaltet werden könne. (pd/an.)

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