Pro Velo sagt Ja zur Städte-Initiative

Die Organisation Pro Velo unterstützt das Reglement für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung, über das am 7. März abgestimmt wird. Es sei eine Chance für St. Gallen, heisst es in einer Mitteilung.

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Die Organisation Pro Velo unterstützt das Reglement für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung, über das am 7. März abgestimmt wird. Es sei eine Chance für St. Gallen, heisst es in einer Mitteilung. Es wolle nicht die individuelle Mobilität einschränken, sondern die sanften und nachhaltigen Verkehrsträger fördern. So könne die Stadt ihr Entwicklungspotenzial auch in Zukunft nutzen.

Keine restriktiven Massnahmen

Die Stadtverwaltung erhalte den Auftrag, das öV-Angebot und die Infrastruktur für den Velo- und Fussverkehr so zu verbessern, dass diese als attraktive und effiziente Mobilitätsformen genutzt werden könnten. Im Reglement sind gemäss Pro Velo keine restriktiven Massnahmen gegen den motorisierten Individualverkehr (MIV) vorgesehen. Der Strassenraum solle haushälterisch genutzt werden, um die Kapazitäten für alle Mobilitätsformen bereitstellen zu können.

Mit einer visionären Verkehrspolitik, einer sinnvollen Strassenraumgestaltung, einer optimierten Verkehrsführung und zusätzlichen Angeboten könne der Verkehrsfluss verbessert sowie die Sicherheit erhöht werden.

Klares Ziel definiert

Da der Raum für zusätzliche Infrastruktur fehle, sei die Stadt gezwungen, die sanfte Mobilität und den öV zu fördern. Um ein Umdenken zu erreichen, brauche es ein klares Ziel, schreibt Pro Velo. Dieses werde mit dem Reglement definiert.

Es gelte, den künftigen MIV-Zuwachs abzufangen. Pro Velo wolle nicht weiter vertröstet werden, es sei jetzt an der Zeit gemeinsam an der Mobilitätszukunft und einem sicheren, attraktiven Velonetz zu arbeiten. Nur der politische Wille allein reiche nicht – es müssten Taten folgen.

Der Volksentscheid unterstütze die Stadt in Verhandlungen mit der Region, den Kantonen und dem Bund, um Gelder für ihre Projekte und die nötige Infrastruktur zu generieren. Im Standortwettbewerb habe St. Gallen einen verkehrspolitischen Nachholbedarf. (pd/km)

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