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«Pro Ost» holt St.Galler zurück

ST.GALLEN. Für die Standortförderung will der St.Galler Kantonsrat 7,2 Millionen Franken zwischen 2015 und 2018 ausgeben, wie er gestern beschlossen hat. Darin enthalten sind Massnahmen in Innovation und Forschung, Tourismus und Arbeitsmarkt.
Sina Bühler
Nicht nur St. Gallen hat an Anziehungskraft verloren: Fachleute mit hiesigen Wurzeln sollen wieder zurück in die Ostschweiz geholt werden. (Bild: Ralph Ribi)

Nicht nur St. Gallen hat an Anziehungskraft verloren: Fachleute mit hiesigen Wurzeln sollen wieder zurück in die Ostschweiz geholt werden. (Bild: Ralph Ribi)

Ob ein Unternehmen in den Kanton St.Gallen zieht und hier Arbeitsplätze schafft, ist auch eine Frage der Standortförderung. Ob Touristinnen ihre Ferien in der Region verbringen, Studierende eine lokale Hochschule wählen, genauso. Kurz: Will der Kanton als Wirtschaftsstandort prominent sein, muss dafür Geld fliessen. Zwischen 2011 und 2013 kostete das Programm der Standortförderung den Kanton 6,7 Millionen Franken. Für Regierungsrat Benedikt Würth war das trotz Sparmassnahmen ein sehr erfolgreiches Programm. Ursprünglich sollten elf Millionen in die Standortförderung fliessen, über vier Millionen fielen aber verschiedenen Sparmassnahmen zum Opfer.

Der Kantonsrat hiess gestern das neue Programm der Standortförderung 2015 bis 2018 gut. Damit werden bisher erfolgreiche Massnahmen weitergeführt und ergänzt. In der Tourismusförderung müssten vor allem die Kräfte gebündelt werden, die Konzepte dürften nicht an der Gemeinde- oder Kantonsgrenzen enden. Themen wie der Kongress- und Businesstourismus müssten koordiniert werden, forderte Würth im Rat.

Region ohne Linthgebiet

Eine Metropolitanregion St.Gallen-Bodensee würde nicht nur den Kanton St.Gallen umfassen, sondern die ganze Region bis ins nahe Ausland. Auch die Zusammenarbeit mit den beiden Appenzell, dem Thurgau, dem Fürstentum Liechtenstein und Vorarlberg würde verstärkt. Gemäss Würth würde das Linthgebiet aber nicht dazugehören, es sei bereits sehr stark und erfolgreich in die Metropolitanregion Zürich eingebunden.

Der Bericht zur bisherigen Standortförderung stiess bei allen Parteien auf Zustimmung, obwohl sich die GLP/BDP kritischere Aussagen gewünscht hätten. Die SVP war erfreut, dass die Ziele trotz reduziertem Budget gut erreicht werden konnten.

Das künftige Mehrjahresprogramm und dessen Schwerpunkte wurden ebenfalls von allen Parteien unterstützt. Die Fraktion SP/Grüne mahnte aber, Standortförderung sei mehr als nur Unternehmensförderung und das Gewähren von Steuererleichterungen. Man könne nicht gleichzeitig bei Bildung, Verkehr und Betreuung sparen und erwarten, dass die sinkende Lebensqualität keine Rolle spiele. Die FDP freute sich darüber, dass der Förderschwerpunkt endlich auf Technologie und Bildung liege, wie es die Partei seit zehn Jahren fordere. Der Bereich Tourismus müsse allerdings «neu gedacht» werden und benötige dringend ein schärferes Profil. Man müsse nur den Blick in die touristisch vergleichbare Region Vorarlberg richten, um zu erkennen, wie gross der Nachholbedarf in St.Gallen sei. CVP/EVP, GLP/BDP und SVP stimmten dem Mehrjahresprogramm ebenfalls zu.

Auch Parlament einbeziehen

Erwin Böhi (SVP, Wil) reichte zur Metropolitanregion einen Antrag ein: Es sei stossend, dass in den bestehenden Schweizer Metropolitanräumen jeweils nur die Exekutive vertreten sei. Er regte an, in eine zukünftige Ostschweizer Organisation auch das Parlament einzubeziehen, beispielsweise durch Mitglieder der Kommission für Aussenbeziehungen. Böhis Antrag wurde allerdings abgelehnt.

Für Fachleute attraktiv werden

Regierungsrat Benedikt Würth freute sich darüber, dass die Standortförderung im Parlament unbestritten ist. Er räumte ein, dass die vorgeschlagenen Massnahmen nur einen Teil abdeckten, die Lebensqualität sei ebenfalls wichtig. Man wolle aber mit jenen Massnahmen, welche die wichtigen Unternehmen in der Region gross gemacht hätten, auch weiterhin punkten: Mit einer hohen Innovationsrate und einer starken Internationalität.

Die Attraktivität für Fachleute müsse noch stark verbessert werden. Als Beispiel nannte Würth «Pro Ost»: ein Programm, das Fachleute mit St.Galler Wurzeln wieder zurück in die Ostschweiz zurückholen will.

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