Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Private rufen zum Dialog auf

Heute in einer Woche findet in der Lokremise ein Forum zur Flüchtlingsthematik statt. Initiiert wurde der Anlass von Privaten. Ihr Motiv ist es, eine Diskussion zu organisieren, an der sich jeder beteiligen kann, der etwas zu sagen hat.
Kathrin Reimann
Menschen auf der Flucht erreichen die Insel Lesbos. Das Thema Flüchtlinge wird auch die Schweiz noch eine Weile beschäftigen. (Bild: ky/Pablo Tosco)

Menschen auf der Flucht erreichen die Insel Lesbos. Das Thema Flüchtlinge wird auch die Schweiz noch eine Weile beschäftigen. (Bild: ky/Pablo Tosco)

Flüchtlingsströme, dieses Thema beschäftigt und bewegt Europa und auch die Schweiz schon eine ganze Weile. Und wird es wohl weiterhin tun. Geht es nach René Hirschi, Jugendarbeiter und Vorsteher des Schweizer Global Ecovillage Network, ist das Thema zwar präsent, über Herausforderungen, Chancen und Grenzen dieser Entwicklung für unser Land wird aber viel zu wenig gesprochen.

Standpunkte von Politikern

«Ich denke, jedes brisante Thema verdient und braucht mehr Dialog», sagt der 45-Jährige, der im Ökodorf Sennrüti in Degersheim zu Hause ist. «Zur Flüchtlingsthematik finden zwar Podiumsdiskussionen und offizielle Gespräche statt, diese sind aber von vornherein geplant. Das heisst, die Idee und das Thema sind vorgegeben», sagt Hirschi. Am Open Forum sei dies anders. Zwar werden auch politische Standpunkte zu hören sein. Einerseits durch die neue Präsidentin der GLP des Kantons St. Gallens, Sonja Lüthi, andererseits durch Mario Schmitt von der SVP. Der ehemalige Fraktionspräsident war kürzlich wegen islamfeindlichen Facebook-Einträgen wiederholt in die Medien geraten.

«Nach diesem Teil wird eine Diskussion geführt, an der sich jeder beteiligen kann.» Diese werde zwar von zwei Moderatoren geführt, damit das ganze einen geregelten Ablauf habe. Inhaltlich liesse man den Dialog aber «einfach laufen». «Wir haben nebst Flüchtlingen und der Bevölkerung auch Akteure und Vertreter aus Politik, Flüchtlingsarbeit, Regierung und weitere Entscheidungsträger angeschrieben und sind gespannt, wer alles in der Lokremise erscheinen wird», sagt Hirschi. Denn je mehr Seiten sich an dem Gespräch beteiligen würden, umso mehr wäre es möglich, sich für die andere Seite zu sensibilisieren, Probleme zu sehen und aufzuzeigen, Sichtweisen zu verstehen und zu respektieren, Vorurteile abzubauen und stattdessen Verständnis zu entwickeln.

Ausweitung auf andere Städte

«Und nach einer musikalischen Darbietung von Irene Mazza gibt es ab 21.30 Uhr die Möglichkeit, bestimmte Themen im kleineren Rahmen zu vertiefen, Fragen zu stellen oder konkrete Themen oder Projekte in Angriff zu nehmen.»

Das Projekt Open Forum hat René Hirschi gemeinsam mit dem Institut für Prozessarbeit (IPA), der Praxis Konfliktfest aus Zürich und einem Kernteam – bestehend aus mehreren Personen aus seinem Umfeld – organisiert. «Es ist eine extreme Low-Budget-Angelegenheit. Das Organisationsteam investiert vor allem viel Zeit und Engagement, Profis sind wir nämlich nicht.» Ausserdem habe man zwecks Fördergelder mehrere Stiftungen angeschrieben. Von einer habe man Unterstützung erhalten, vier Antworten stehen noch aus. «Wir sind schon ziemlich ins Schwitzen gekommen, was die Mittelbeschaffung betrifft und greifen deshalb auch auf eine eigene Musikanlage zurück.» Ein weiteres Open Forum zum selben Thema, aber mit anderen Akteuren findet am 28. Juni im Volkshaus in Zürich statt. Falls die Veranstaltungen gut laufen, kann sich Hirschi vorstellen, das Format auf weitere Städte auszuweiten. «Zuerst schauen wir, wie es in der Lokremise über die Bühne geht.»

René Hirschi Organisator Open Forum und Jugendarbeiter (Bild: pd)

René Hirschi Organisator Open Forum und Jugendarbeiter (Bild: pd)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.