PREISJASSEN: Spielerisch Spenden sammeln seit 1986

Beim Spielen mit Gleichgesinnten Spass haben und gleichzeitig etwas Gutes tun. Diese Formel des Rojinegro-Preisjassens ist in St. Gallen seit 1986 ein Erfolg. Morgen wird wieder in der Militärkantine gejasst.

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Das Rojinegro-Preisjassen findet seit 2015 in den Sälen der Militärkantine auf der Kreuzbleiche statt. (Bild: Reto Voneschen (19. März 2016))

Das Rojinegro-Preisjassen findet seit 2015 in den Sälen der Militärkantine auf der Kreuzbleiche statt. (Bild: Reto Voneschen (19. März 2016))

Morgen Samstag, ab 13 Uhr, findet in St. Gallen das 28. Rojinegro-Preisjassen statt. Austragungsort ist die Militärkantine am Rande der Kreuzbleiche. Gespielt wird wie üblich ein Schieber mit Trumpf, Obenabe oder Unenufe und ohne Weis. Die Partner werden sich für jede Runde zu acht Spielen nach dem Zufallsprinzip zugelost. Mitmachen ist dabei wichtiger als gewinnen. Auf alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wartet aber ein Preis.

Erstmals durchgeführt wurde das St. Galler Rojinegro-Preisjassen 1986 von der Zentralamerika-Gruppe, dem ZAK. 2015 hat die Trägerschaft nach über zwei Jahrzehnten gewechselt und ist in neue, teils auch jüngere Hände übergegangen. Die Idee hinter dem Preisjassen ist aber die gleiche geblieben: Jassend wird Geld für Hilfsprojekte in Lateinamerika gesammelt.

Unterstützung für Frauenkollektiv

Im vergangenen Jahr haben am «Rojinegro» über 130 Personen mitgejasst und rund 11000 Franken für die He­bammen von Suchitoto (El Salvador) gespendet. In diesem Jahr geht der Erlös des Preisjassens ans Frauenkollektiv «8 de Marzo». Es wurde 1989 gegründet und gehört damit zu den ältesten Projekten der autonomen Frauenbewegung in Nicaragua. Es engagiert sich gegen sexuelle und häusliche Gewalt. Zu seinen Aktivitäten gehören unter anderem Gesundheitsarbeit, Basis-Quartierarbeit mit Selbsthilfegruppen und Jugendarbeit. Dazu betreibt das Kollektiv ein Frauenhaus für Opfer von Gewaltakten. (pd/vre)

www.rojinegro.ch