Preisgekrönte Pianistin zu Gast

Die junge amerikanische Pianistin Esther Keel kehrt für ein Rezital zurück zu ihren St. Galler Wurzeln und lädt heute in der Unteren Waid zum Konzert.

Corina Tobler
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Esther Keel spielt Werke von Mozart, Debussy, Liszt, Chopin, Ravel. (Bild: pd)

Esther Keel spielt Werke von Mozart, Debussy, Liszt, Chopin, Ravel. (Bild: pd)

MÖRSCHWIL. Das heutige Konzert ist für Esther Keel etwas Besonderes, denn es kommt für sie einer Heimkehr gleich. Sie kam zwar in Los Angeles zur Welt, doch ihr Vater stammt aus St. Gallen. Deshalb hat sie auch die Gelegenheit wahrgenommen, auf ihrer fünfteiligen Konzerttour durch die Ostschweiz in der Unteren Waid Halt zu machen. Für die Veranstalter vom Gymnasium ist es eine Ehre, die 24 Jahre junge Künstlerin empfangen zu dürfen.

Studium an der Juilliard School

Ihre ersten Erfahrungen am Klavier hat sie bereits mit drei Jahren gemacht, damals unter der Anleitung ihrer koreanischen Mutter Mihyang Keel, die selbst als Konzertpianistin arbeitete. Von da an ging es mit ihrer Karriere steil aufwärts: Sie wurde an der berühmten Juilliard School in New York angenommen und studierte dort. Sowohl das Musik-Baccalauréat als auch das Diplom zum Master of Music absolvierte sie mit hoher Auszeichnung.

Mittlerweile lebt sie wieder in Los Angeles, wo sie am Konservatorium in der Ausbildung zur Erlangung des Künstler-Diploms ist. Esther Keel nahm auch regelmässig und mit grossem Erfolg an Klavierwettbewerben teil und durfte schon mehrere Auszeichnungen entgegennehmen.

Vielfältig und anspruchsvoll

Neben Werken für Klavier solo hat Esther Keel auch viele Kammermusikstücke auf dem Programm, denn sie tritt regelmässig mit mehreren Ensembles auf. Das Programm für ihr heutiges Konzert ist äusserst vielfältig und anspruchsvoll.

Das Rezital steht unter dem Motto «Von Impressionen zum Tanz». Den Auftakt dazu macht Esther Keel mit Wolfgang Amadeus Mozarts dreisätziger Klaviersonate Nr. 14 in c-Moll. Von der Wiener Klassik geht es direkt zur impressionistischen Musik des Franzosen Claude Debussy, dessen «Trois Préludes» auf dem Programm stehen. Nach Franz Liszts romantischem Stück «Fantasie quasi Sonate: Après une lecture de Dante» folgt eine Hommage an den polnisch-französischen Komponisten Frédéric Chopin.

Den Abschluss macht Maurice Ravels «La Valse, poème choréographique». Konzertbeginn ist um 19.30 Uhr.