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PREISDRUCK IN ST.GALLEN: Neues Jahr, alte Sorgen

Der städtische Gewerbeverband kämpft weiterhin mit den Folgen des starken Frankens. Zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Stadt will er den Steuerfuss senken.
David Gadze
Die Geschäfte in der Stadt spüren weiterhin die Folgen des Einkaufstourismus ins grenznahe Ausland. (Bild: Ralph Ribi (4. Februar 2015))

Die Geschäfte in der Stadt spüren weiterhin die Folgen des Einkaufstourismus ins grenznahe Ausland. (Bild: Ralph Ribi (4. Februar 2015))

David Gadze

david.gadze@tagblatt.ch

Neues Jahr, alte Sorgen: So lässt sich die 181. Generalversammlung von Gewerbe Stadt St. Gallen auf den Punkt bringen. Der Einkaufstourismus ins grenznahe Ausland sowie der anhaltende Preis- und Margendruck zeigten nach wie vor Wirkung, sagte Präsident Gian Bazzi am Montagabend im «Pfalzkeller». Es gebe aber einige Beispiele von Betrieben, die zeigten, wie man auf kreative Weise mit dieser Herausforderung umgehen könne. Zudem hätten sich nach einer «unerfreulichen und besorgniserregenden» Zahl von Geschäftsschliessungen in den vergangenen Monaten wieder neue Geschäfte des Detailhandels in der Stadt St. Gallen niedergelassen. «Das macht uns Mut.»

Wut statt Mut war beim Votum von Hans Tobler, während fast 30 Jahren im Vorstand von Gewerbe Stadt St. Gallen, zu spüren. Die vielen leeren Ladenflächen, selbst an allerbester Lage, seien «zum Brüele». Selbst in der grössten Krise der 1930er-Jahre sei es in der Innenstadt nicht so trostlos gewesen wie heute. Nebst den immer wieder genannten Gründen Einkaufstourismus, Internetshopping und der Veränderung von Konsumgewohnheiten nannte Tobler auch die Parkplatzsituation: «Parkplätze sind für das Gewerbe elementar.»

Steuerfuss soll sinken

Tobler forderte Stadtrat Peter Jans auf, diesem Punkt künftig mehr Bedeutung zu schenken und nicht eine «rot-grüne Wohlfühloase» zu fördern. Gian Bazzi verlieh der Hoffnung Ausdruck, das Problem werde beim Forum für die Belebung der Innenstadt erkannt und gelöst.

Bazzi kam auch auf die Stadtparlaments- und Stadtratswahlen vom vergangenen Jahr zu sprechen. Den gewerblichen und bürgerlichen Kräften sei es nicht ausreichend gelungen, mit eigenen Kandidaten einen Linksrutsch zu verhindern. Unerfreulich aus gewerblicher Sicht sei auch die mit «Zufallsmehr» erfolgte Abwahl der bürgerlichen Stadträtin Patrizia Adam, heisst es im Vorwort des Präsidenten zum Geschäftsbericht. Damit reihe sich nun auch St. Gallen in den Trend ein, der auch in anderen Schweizer Städten zu beobachten sei, sagte Bazzi am Montagabend. «Offenbar ist die Schmerzgrenze bei den Betroffenen – das sind vor allem die Gewerbebetriebe – noch nicht erreicht.» Dennoch gelte es künftig, die Diskussion über den Steuerfuss weiter zu führen und dessen Senkung zu erreichen, damit die Stadt St. Gallen attraktiv und wettbewerbsfähig bleibe.

An der Generalversammlung wurde auch der Vorstand des städtischen Gewerbeverbands neu gewählt. Präsident Gian Bazzi, Vizepräsident Christoph Solenthaler, Hansi Lienenmann, Remo Marc Nüesch, Daniel Steiger sowie die Stadtparlamentarier Werner Kühne, Heini Seger und Daniel Stauffacher wurden einstimmig für eine weitere vierjährige Amtszeit gewählt. Mario Olivieri, seit 2004 im Vorstand, ist zurückgetreten. Neu gewählt wurden die selbstständige Unternehmerin Elisabeth Stadelmann-Meier und Stefan Schmidhauser, «Fondue Beizli»-Wirt und Vizepräsident von Gastro Stadt St. Gallen.

Die Rechnung 2016 schloss der städtische Gewerbeverband mit einen Gewinn von 197 Franken ab – «eine Punktlandung», wie Geschäftsführer Felix Keller angesichts des budgetierten Gewinns von 180 Franken sagte.

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