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PRÄVENTION: Sich der Verantwortung bewusst werden

Die Stiftung Roadcross Schweiz macht diese Woche Halt im Berufs- und Weiterbildungszentrum. Sie will Schüler auf die Gefahren im Verkehr aufmerksam machen.
Perrine Woodtli
Armin Heller spricht über die juristischen, finanziellen, körperlichen sowie psychischen Folgen eines Verkehrsunfalls. (Bild: Perrine Woodtli)

Armin Heller spricht über die juristischen, finanziellen, körperlichen sowie psychischen Folgen eines Verkehrsunfalls. (Bild: Perrine Woodtli)

Langsam füllt sich die Aula des Berufs- und Weiterbildungszentrums Rorschach-Rheintal (BZR). Kaum haben die 50 Schüler Platz genommen, beginnt ein Video. Es zeigt einen Autoraser. Eine Szene später sitzt der junge Mann im Rollstuhl. Moderator Armin Heller hat nun die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer.

Armin Heller ist Präventionsfachspezialist bei der Stiftung Roadcross Schweiz. Die Stiftung setzt sich für mehr Verkehrssicherheit ein. Diese Woche ist das Team in Rorschach, um über Themen wie Sicherheit, Geschwindigkeit und Alkohol zu sprechen. Denn Verkehrsunfälle bei Junglenkern sind eine traurige Realität. «Überproportional viele Junglenker verursachen Verkehrsunfälle», sagt Heller. «Wir fokussieren uns auf die 15- bis 24-Jährigen. Denn viele loten in diesem Alter die Grenzen aus.»

Auf die Frage, wer selbst schon einmal in einen Verkehrsunfall verwickelt war, hebt fast ein Drittel der Schüler die Hand. Für Heller eine Bestätigung, wie wichtig es ist, Jugendliche so früh wie möglich zu sensibilisieren. Er betont mehrmals, dass jeder seine eigenen Entscheidungen trifft – auch als Verkehrsteilnehmer. So lautet auch das Motto der Prävention «Unfall oder geiles Leben – Deine Entscheidung».

Gedanken über eigenes Verhalten machen

Anhand von Bildern von Unfällen aus der Region, Statistiken und Animationen will Heller den Schülern ein realistisches Bild der Gefahren im Strassenverkehr vermitteln. Die Schüler erfahren unter anderem, dass ein Auto mit 50 Stundenkilometern innerhalb einer Sekunde, in welcher der Fahrer nicht auf die Strasse schaut, 14 Meter weit fährt. Die Schüler staunen aber erst richtig, als Heller mit einem Messband zeigt, wie weit 14 Meter wirklich sind. Weiter spricht Heller über die Folgen eines Unfalls sowie die häufigsten Ablenkungen.

«Ich will nicht alles verteufeln oder mit erhobenem Finger auf euch zeigen», betont er vor den Schülern. «Aber ich möchte, dass ihr euch Gedanken über euer Verhalten auf der Strasse macht.» Das hat Heller sicher bei einigen erreicht. Rajathikan ist seit einer Woche Neulenker. Er habe vorher nicht oft über diese Themen nachgedacht. Das wolle er nun ändern. Velofahrer Nico Pascal findet nur lobende Worte für den Vortrag. «Mich fürchtet es teilweise, wie manche Leute Auto fahren», sagt er. «Es ist deshalb wichtig, auf die vielen Gefahren aufmerksam zu machen.»

Auch Projektleiter Bernhard Pellet vom BZR hält die Präventionsveranstaltungen für wichtig und wertvoll. Seit acht Jahren finden diese alle zwei Jahre im BZR statt. Ziel ist es, dass jeder Schüler eine Veranstaltung besucht. «Wir lehren unsere Schüler, Verantwortung zu tragen», sagt Pellet. «Dazu gehört auch die Verantwortung im Strassenverkehr. Für sich sowie für andere.»

Perrine Woodtli

redaktionot@tagblatt.ch

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