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Präsident mit Hüftschwung

Nach der Wahl zum 100. Präsidenten des Stadtparlaments liess sich Gallus Hufenus im Spanischen Klubhaus von Freunden und Parlamentskollegen feiern.
Christoph Renn
Der neue höchste St. Galler Gallus Hufenus feiert seinen Amtsantritt mit Paella und Tango im Spanischen Klubhaus. (Bild: Benjamin Manser)

Der neue höchste St. Galler Gallus Hufenus feiert seinen Amtsantritt mit Paella und Tango im Spanischen Klubhaus. (Bild: Benjamin Manser)

Christoph Renn

christoph.renn

@tagblatt.ch

Kaiserin Sissi, Engelburger Erotikkalender, Mr. Villa, Kaffeebohne und Tango: So beschreiben Freunde, Bekannte und Ratskolleginnen und -kollegen den 100. Präsidenten des Stadtparlaments, der seit Dienstagabend auf dem Thron sitzt, in einer Videobotschaft. Die Präsidentenfeier für Gallus Hufenus (SP) startete mit einem Apéro in der Kantonsbibliothek Vadiana und einigen knackigen Worten des ehemaligen Stadtrates Fredy Brunner (FDP): «Mit Milchschuum und Kaffeegenuss, bringt Hufenus s’Linsäbüehl in Schuss.» Doch träume er wohl schon vom Ersteigen des Barista-Throns. Diese Vision könne sich für den neuen Stadtparlamentspräsidenten dann doch als Illusion herausstellen. Denn: «Mä wird vom Läbä nöd nur verwöhnt. Da isch bim Gallus au dä Fall, bim Traum-a vo dä Villa Wiesental.» Bei seinem Auftritt als Geistlicher lässt Brunner am heutigen Parlament kein gutes Haar. Doch am Ende äusserte er doch noch die Hoffnung auf die grosse Wende.

Um weiteren humoristischen Beiträgen vorzubeugen, übernahm der frisch gewählte Präsident Hufenus gleich selbst das Zepter. Er zeigte, dass es zur Unterhaltung nicht immer vieler Worte bedarf. So schnappte er sich die ehemalige Stadtparlamentarierin Cécile Federer (Grüne) und tanzte vor den Gästen Tango. Und Hufenus machte deutlich, wo seine grosse Leidenschaft neben Politik und Kaffeehaus liegt. Es folgten zwei Tänze mit anderen Tanzpartnerinnen. Die meisten Gäste klatschten freundlich, andere konzentrierten sich auf die Apéro-Häppchen. Dann musste SP-Fraktionspräsident Daniel Kehl den tanzenden Präsidenten bremsen. Vorher fügte er an: «Jetzt weiss ich wenigstens, wieso Hufenus immer mehr Stimmen als ich erhalten hat.» Vor der Vadiana warteten bereits zwei VBSG-Busse, welche die Gäste ins Spanische Klubhaus chauffierten.

Es musste einmal ein Gallus Präsident werden

Bevor die Gesellschaft die Teller mit Paella füllen durften, gestand Daniel Kehl seine Bewunderung für Franziska Ryser (Junge Grüne): «Sie hat den Rat souverän präsidiert und man hat ihr nicht angemerkt, ob sie gut oder schlecht gelaunt war.» Und er sei sich sicher, dass sie, falls sie irgendwann ins Bundeshaus nach Bern ziehen wolle, sicher auf 63 Stimmen zählen könne.

Danach meldete sich Stadtpräsident Thomas Scheitlin (FDP) zu Wort. Er bedankte sich ordentlich bei Ryser und begrüsste Gallus Hufenus. «Als 100. Präsident musste es wohl so kommen, dass ein Gallus höchster St. Galler wird.» Er freue sich auf die gemeinsame Zeit an den Anlässen, auch wenn er gerne «mit Ryser im Ausgang war», wie er auf seine kritisierte Rede im vergangenen Jahr anspielte. Nur beim Tangotanzen sehe er noch etwas Schwarz. Doch Daniel Kehl beruhigte Scheitlin, denn immerhin sei Hufenus der einzige Mann in der Stadt, der sich beim Tango führen lasse.

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