Prämien werden in Gossau 2017 nicht günstiger

GOSSAU. Der Stadtrat werde alles daran setzen, dass ab 2017 auch die Gossauer in den Genuss tieferer Krankenkassenprämien kommen. Dies verkündete Stadtpräsident Alex Brühwiler im Abstimmungskampf um die Fusion mit Andwil (Tagblatt vom 1. Februar).

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GOSSAU. Der Stadtrat werde alles daran setzen, dass ab 2017 auch die Gossauer in den Genuss tieferer Krankenkassenprämien kommen. Dies verkündete Stadtpräsident Alex Brühwiler im Abstimmungskampf um die Fusion mit Andwil (Tagblatt vom 1. Februar). Stadtparlamentarierin Ruth Schäfler nahm ihn beim Wort und reichte eine Einfache Anfrage dazu ein, was der Stadtrat konkret unternehme (Tagblatt vom 13. April). Die Antwort des Stadtrats zeigt: Mit einem entsprechenden Antrag ans Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat er seinen Handlungsspielraum bereits ausgereizt. Und eine Einteilung Gossaus in die günstigere Prämienregion 2 ist auf das Jahr 2017 hin nicht möglich. Dies habe das BAG bereits am 3. Februar, zwei Tage nachdem der Antrag eingereicht worden sei, mitgeteilt, «ohne ein alternatives Datum zu nennen».

Teurer als Spitalstandort Flawil

Für den Stadtrat sei allerdings nach wie vor nicht nachvollziehbar, weshalb Gossau anders eingestuft werde als beispielsweise Andwil. Die beiden Gemeinden seien teilweise sogar zusammengewachsen. «Insbesondere die Dörfer Andwil und Arnegg weisen eine absolut identische Gesundheitsversorgung auf», heisst es. Dass städtische Gebiete vom Bund in der Regel der teureren Prämienregion 1 zugeordnet werden, wird unter anderem mit der höheren Ärztedichte und den dadurch höheren Gesundheitskosten begründet. Dazu führt der Stadtrat die Gemeinde Flawil an: Sie ist der Prämienregion 2 zugeordnet, obwohl sie sogar Spitalstandort sei. (jw)