Poststelle muss am Dorfplatz bleiben

Inakzeptabler Alleingang der Post Ausgabe vom 11. April 2015

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LESERBRIEF

Mit einem nüchternen Flugblatt hat die Postdirektion der Dorfbevölkerung den Entscheid mitgeteilt, ihre Filiale in Engelburg zu schliessen. Als Ersatz soll eine Agentur mit reduzierten Dienstleistungen im dezentral gelegenen Spar eingerichtet werden. Dagegen wehren sich die Gewerbebetriebe am Dorfplatz – aus gutem Grund. Vor allem ärgert sie, dass sie nicht rechtzeitig in die Diskussion einbezogen, sondern wie das ganze Dorf vor vollendete Tatsachen gestellt wurden.

Wen wundert's, dass sich die Dorfbevölkerung gegen das kundenunfreundliche Vorgehen empört und sich mit dem Gewerbe solidarisiert. Dessen Dienstleistungen sind für den Alltag vor allem unmotorisierter und älterer Menschen von grosser Bedeutung. Schon bald werden in unmittelbarer Nähe des Dorfplatzes die Überbauung der Stiftung Alter und Gesundheit durch die Gemeinde und weitere private Bauprojekte verwirklicht.

Ein Dorf mit 3000 Einwohnern ohne Post im Dorfzentrum? Damit würde die Existenz der bestens funktionierenden Gewerbebetriebe und die Versorgung mit dem täglichen Bedarf gefährdet. Die Poststelle muss deshalb am Dorfplatz bleiben, wo sie samt den angestammten Gewerbebetrieben mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar ist. Die Bevölkerung ist bestimmt bereit, im Sinne einer befriedigenden Lösung aus wirtschaftlichen Gründen notwendige Einschränkungen zu akzeptieren, wie beispielsweise reduzierte Öffnungszeiten.

Pio Krapf, Sonnmattstrasse 26, 9032 Engelburg