Positive Entwicklung

Im September beginnt der 22jährige Florian Straub das Studium zum Kindergärtner an der PH Rorschach.

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Florian Straub angehender Kindergärtner und Unterstufenlehrer (Bild: Quelle)

Florian Straub angehender Kindergärtner und Unterstufenlehrer (Bild: Quelle)

Herr Straub, warum möchten Sie Kindergärtner werden?

Florian Straub: Ich wollte schon immer etwas im sozialen Bereich tun. Ich habe verschiedenste Praktika gemacht, zuletzt eines im Kindergarten. Da merkte ich, wie sehr mir die Arbeit mit Kindern gefällt und fasste den Entschluss, Kindergärtner zu werden.

Was hat Sie beim Kindergartenpraktikum zu diesem Entschluss veranlasst?

Die Entwicklung der Kinder mitzuerleben. Es fasziniert mich, wie die Kinder mit grosser Neugier und unvoreingenommen an etwas Neues herangehen.

Sie haben sich für einen typischen Frauenberuf entschieden. Macht Ihnen das nichts aus?

Ich finde das eine gesunde Entwicklung. Früher standen die Frauen am Herd, heute sind sie in der Politik, im Sport, überall. Wieso sollte auch nicht ein Mann in der Kindererziehung tätig sein?

Wie hat Ihr Umfeld reagiert?

Grösstenteils positiv. Aber es gibt immer wieder Leute, die auf eine solche Wahl mit Unverständnis reagieren. Das finde ich schade.

Haben Sie das Gefühl, Sie müssen sich gegenüber Ihren weiblichen Mitstudenten beweisen?

Ich wüsste nicht, warum ein Mann in diesem Beruf schlechter sein sollte als eine Frau. Das gleiche gilt für Frauen in Männerberufen. Solch Vorurteile entsprechen nicht der Wahrheit.

Interview: Valérie Hug