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POSITIONEN VON BORIS TSCHIRKY: Boris Tschirky soll es richten

Am 24. September wird in St. Gallen der Nachfolger von Stadtrat Nino Cozzio gewählt. Die CVP schickt zur Verteidigung ihres Sitzes Boris Tschirky ins Rennen. Dieser wurde gestern einstimmig nominiert.
Reto Voneschen
Noch-CVP-Stadtrat Nino Cozzio (links) und CVP-Stadtratskandidat Boris Tschirky gestern Abend vor dem Historischen und Völkerkundemuseum. (Bild: Urs Bucher)

Noch-CVP-Stadtrat Nino Cozzio (links) und CVP-Stadtratskandidat Boris Tschirky gestern Abend vor dem Historischen und Völkerkundemuseum. (Bild: Urs Bucher)

Reto Voneschen

reto.voneschen

@tagblatt.ch

Im Vorfeld war heftig darüber spekuliert worden, ob Tschirky für die Stadtratsersatzwahl überhaupt zur Verfügung stehen würde. Dem Gaiserwalder Gemeindepräsident wurde nämlich nachgesagt, mehr Interesse an einer Kandidatur für die Kantonsregierung zu haben. Seit gestern Abend ist klar: Boris Tschirky interessiert sich für einen Sitz im St. Galler Stadtrat. Und er will am 24. September Nachfolger des Ende Jahr krankheitshalber zurücktretenden CVP-Stadtrats Nino Cozzio werden.

Sozialpolitische Position und die Frauenfrage

Die Nomination des gebürtigen Rheintalers von gestern Abend im Historischen und Völkerkundemuseum war eine reine Formsache. Die anwesenden drei Dutzend CVP-Mitglieder sprachen sich nach kurzer Diskussion einstimmig für Tschirky als ihren Stadtratskandidaten aus. Zuvor hatte eine CSP-Frau eine kritische Frage zu den sozialpolitischen Positionen des Kandidaten gestellt. Dies mit Verweis darauf, dass die konsequente Sozialpolitik eine Stärke von Vorgänger Cozzio gewesen sei. Tschirky verwies in seiner Antwort auf die Bedeutung der Sozialpolitik für die CVP als christliche Partei. Zudem wies er darauf hin, dass er nach sechs Jahren Kirchgemeindepräsidium auch viel praktische Erfahrung in diesem Bereich habe.

Kein wirkliches Thema war die Geschlechterfrage. Die interne Findungskommission der CVP-Stadtpartei habe auch mit mehreren Frauen Gespräche geführt, antwortete Parteipräsident Raphael Widmer auf eine Frage. Am Schluss sei klar gewesen, dass Tschirky – völlig losgelöst vom Geschlecht – in der augenblicklichen Konstellation der klar beste Kandidat für die CVP sei. Dies wurde von Frauen – darunter Stadtparlamentarierin Susanne Gmünder Braun – bestätigt. Die Zeit, in der einer Frau der Vorzug gegeben werde, einfach weil sie eine Frau sei, sei definitiv vorbei, hiess es. Und für die CVP gehe es bei dieser Ersatzwahl ums Ganze, nämlich um den letzten Stadtratssitz.

«Den besten Kandidaten» ins Rennen schicken

Völlig unbestritten blieb an der Nominationsversammlung die Fach-, Sozial- und Führungskompetenz von Boris Tschirky. Er werde ein guter Stadtrat sein, hiess es unisono. Einer, der die Stadt gerade auch wirtschaftlich weiterbringen werde, hielt beispielsweise René Romanin fest. Die CVP sei in der Pflicht, als Nachfolger für Nino Cozzio, der tiefe Fussspuren hinterlassen werde, «den besten Kandidaten» ins Wahlrennen zu schicken. Dies sei sie nicht nur sich selber, sondern auch der Stadt schuldig, doppelte Romanin nach. Die Stadt brauche nämlich starke Persönlichkeiten in der Exekutive. Und Boris Tschirky erfülle die Kriterien, die das Amt an jemanden stelle, voll und ganz. Er sei ein Glücksfall für die Partei.

Dieser Meinung schlossen sich in der kurzen Debatte vor der Nomination verschiedene Votantinnen und Votanten an. Tschirky sei nicht nur ein würdiger Nachfolger für Nino Cozzi, mit ihm habe man auch die allergrössten Chancen, den Sitz bereits im ersten Wahlgang zu verteidigen. Wofür man allerdings zusammenstehen müsse, mahnte der scheidende Stadtrat Cozzio im Schlusswort: Man stehe erst am Anfang eines langen Weges. Die CVP habe mit der Nomination von Boris Tschirky A gesagt. Bis zum Wahlerfolg müsse man jetzt das ganze Alphabet bis zum Z durchbuchstabieren.

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