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Polizist will alle ins Boot holen

Aurelio Zaccari kämpft für die FDP ums Gemeindepräsidium. Da er bereits acht Jahre Erfahrung als Gemeinderat hat, hat er schon ziemlich konkrete Vorstellungen, wie die Arbeit als Gemeindepräsident aussehen könnte.
Sebastian Schneider
Aurelio Zaccari schätzt die Gemeinde Waldkirch auch für ihre vielfältige Landschaft. Der FDP-Politiker und Kandidat fürs Gemeindepräsidium machte bei seiner persönlichen «Tour de Waldkirch» unter anderem Halt im Industriegebiet Neubrunn und auf dem Tannenberg. (Bilder: Benjamin Manser (28. Oktober 2016))

Aurelio Zaccari schätzt die Gemeinde Waldkirch auch für ihre vielfältige Landschaft. Der FDP-Politiker und Kandidat fürs Gemeindepräsidium machte bei seiner persönlichen «Tour de Waldkirch» unter anderem Halt im Industriegebiet Neubrunn und auf dem Tannenberg. (Bilder: Benjamin Manser (28. Oktober 2016))

Ja, er will. Aurelio Zaccari lässt keinen Zweifel offen, dass er gerne die Gemeinde Waldkirch präsidieren würde. Vor dem Gemeindehaus erzählt er, was es zu tun gibt, was ab dem ersten Januar 2017 zuoberst auf der Traktandenliste steht. Es scheint, als ob er im Kopf bereits mit der Arbeit begonnen hat. Erster Schritt: Die Einführung des Geschäftsleitermodells auf der Gemeindeverwaltung. «Das Modell umzusetzen, dürfte mir liegen. Schliesslich war ich bereits bei der Bildung des Ressortsytems massgeblich beteiligt», sagt der 46jährige Polizeiadjutant und Leiter der kantonalen Notrufzentrale. Im Jahr 2008 war der damalige Gemeinderat Zaccari Präsident der Arbeitsgruppe, die die Kommissionsarbeit neu bündelte und in Ressorts gliederte. Aurelio Zaccari weiss, was seine Trümpfe sind. Beim Rundgang durch Waldkirch, Bernhardzell und die zahlreichen Weiler will er dann auch zeigen, was dank seines achtjährigen Mitwirkens im Gemeinderat erreicht wurde im Dorf. Er will beweisen, dass auf seine Worte jeweils Taten folgen.

Schule als Verbindung der Dörfer und Weiler

Die Tour startet beim Eingang des Primarschulhauses in Bernhardzell. Zaccari hat einen Zettel bei sich, er hat einiges zu erzählen. «Wir hatten einen guten Start, als wir vor 17 Jahren nach Bernhardzell gezogen waren», sagt der vierfache Familienvater. Die Kinder seien alle hier zur Schule gegangen, das jüngste wird noch immer hier unterrichtet. Nach der Unter- und Mittelstufe hätten die drei älteren die Oberstufe in Waldkirch besucht. «Dort knüpfen Bernhardzeller Kinder neue Kontakte und lernen womöglich Freunde fürs Leben kennen.» Gerade der Wechsel nach Waldkirch sei unglaublich wichtig für den Zusammenhalt der beiden Dörfer, sagt Zaccari.

Seit der gelernte Maurer in Bernhardzell lebt, engagiert er sich in verschiedenen Vereinen. «Gerade auf dem Land sind Vereine unglaublich wichtig», ist er überzeugt. Die Zeit lässt es zwar nicht zu, jederzeit bei jedem Verein aktiv zu sein, Präsident der Theatergruppe Uu-verchlemmt ist Zaccari aber immer noch. Und bei den Vorbereitungen für den Unterhaltungsabend des Turnvereins hilft er ebenfalls mit.

Vor dem Schulhaus steigt Zaccari in sein rotes Familienauto – und hält nach wenigen Metern auf der Sankt Gallerstrasse an. Er hat vor einem Kantonspolizisten, der den Schulkindern beibringt, richtig über den Fussgängerstreifen zu gehen, gestoppt. «Diese Arbeit habe ich vor 25 Jahren auch gemacht», sagt Zaccari und winkt seinem Kollegen zu. «Die Arbeit mit Kindern ist sehr dankbar», fügt der ehemalige Leiter der Jugendkommission an.

Der Nebel ist hartnäckig an diesem Freitagmorgen, doch die Fahrt ins Naherholungsgebiet führt hinaus aus der grauen Sauce und hinein in den goldenen Herbst. «Wunderschön unsere Gemeinde», schwärmt Zaccari. Das Wetter verleitet den Bernhardzeller dazu, die Route leicht anzupassen. Anstatt zum Hohfirst geht es weiter hinauf zum Tannenberg, wo die Sonne daran ist, den Reif an den Grashalmen aufzutauen.

Traumhaft die Natur, schwach der Empfang

Auch wenn die Metapher mit dem «weitsichtigen Politiker» wegen des Nebels ins Hinken gerät, hat Zaccari auch auf der Hügelkuppe einiges zu sagen. Die Anbindung der Weiler liege ihm am Herzen. Nicht nur mit dem öffentlichen Verkehr, auch mit einem besseren Mobilfunkempfang. «Dieses Problem hätte bei mir als Gemeindepräsident hohe Priorität», sagt Zaccari. Vorgespurt sei das Thema ja bereits: «Wir von der FDP haben vor zwei Jahren eine Umfrage und einen Infoabend durchgeführt», sagt Zaccari und nennt das Vorgehen als Beispiel seines Politstils: «Ich will alle Beteiligten so gut wie möglich einbeziehen und stets über den aktuellen Stand und die nächsten Schritte informieren», sagt Zaccari. Kommunikation sei ohnehin das A und O. Er wäre ein Gemeindepräsident, den man nicht nur im Gemeindehaus treffen könnte, sondern auch draussen: bei der Bevölkerung, bei den Gewerbebetrieben, bei den Landwirten und Grundeigentümern. Zaccari überlegt sich bereits, ob Kontaktstunden mit dem Gemeindepräsidenten auch im Mitteilungsblatt angekündigt werden könnten. Kein Geheimnis will er auch nicht aus seiner Person machen: «Wenn Sie mich googeln, finden Sie alles über mich. Ich hab nichts zu verbergen.»

Zurück in der Wärme im Auto geht es wieder in die graue Sauce hinein. Diesmal führt der Weg nach Waldkirch, in die Industriezone Neubrunn. Natürlich lägen ihm auch das Gewerbe und die Industriebetriebe sehr am Herzen. «Übrigens wären nicht nur die Jungen, sondern auch die Gewerbler froh um bessern Mobilfunkempfang», sagt der FDP–Politiker. Arbeitsplätze und Lehrstellen seien äusserst wichtig für Waldkirch. «Als Gemeindepräsident würde ich in regelmässigem Kontakt stehen mit den Unternehmern und würde sie so gut wie möglich unterstützen, wenn Sie zum Beispiel eine Erweiterung planen.

Vor dem letzten Halt beim Gemeindehaus zeigt Zaccari das Feuerwehrdepot in Waldkirch. Dass die Feuerwehr in den Sicherheitsverbund Region Gossau integriert, der Standort aber gehalten wurde, darauf ist Zaccari stolz. Denn auch hier hat er als Gemeinderat gewirkt. Und auch hier habe er gelernt, mit welcher Devise man in Waldkirch erfolgreich politisiert: «Von Anfang an alle ins Boot holen.»

Dorfrundgang durch die Region Waldkirch, mit Aurelio Zaccari, Kandidat fürs Waldkircher Gemeindepräsidium, am Freitag, 28. Oktober 2016. © Benjamin Manser / TAGBLATT (Bild: Benjamin Manser (Benjamin Manser))

Dorfrundgang durch die Region Waldkirch, mit Aurelio Zaccari, Kandidat fürs Waldkircher Gemeindepräsidium, am Freitag, 28. Oktober 2016. © Benjamin Manser / TAGBLATT (Bild: Benjamin Manser (Benjamin Manser))

Dorfrundgang durch die Region Waldkirch, mit Aurelio Zaccari, Kandidat fürs Waldkircher Gemeindepräsidium, am Freitag, 28. Oktober 2016. © Benjamin Manser / TAGBLATT (Bild: Benjamin Manser (Benjamin Manser))

Dorfrundgang durch die Region Waldkirch, mit Aurelio Zaccari, Kandidat fürs Waldkircher Gemeindepräsidium, am Freitag, 28. Oktober 2016. © Benjamin Manser / TAGBLATT (Bild: Benjamin Manser (Benjamin Manser))

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