Polizeipatrouille um milde Gabe angegangen

Im wahrsten Sinne des Wortes «an die Falschen geraten» ist am Donnerstag ein bettelnder Mann in der St. Galler Innenstadt. Er ging nämlich eine zivile Polizeipatrouille um Geld an. Statt mit einer milden Gabe sah sich der 45-Jährige daraufhin mit Polizeiausweisen konfrontiert.

Merken
Drucken
Teilen

Im wahrsten Sinne des Wortes «an die Falschen geraten» ist am Donnerstag ein bettelnder Mann in der St. Galler Innenstadt. Er ging nämlich eine zivile Polizeipatrouille um Geld an. Statt mit einer milden Gabe sah sich der 45-Jährige daraufhin mit Polizeiausweisen konfrontiert. Die folgende Ausrede, er habe doch nur einen Witz machen wollen, zog gemäss gestriger Polizeimeldung auch nicht.

Bei der folgenden Feststellung der Personalien zeigte sich, dass der Mann mit seiner Bettelei eine polizeiliche Wegweisung missachtet hatte. Dafür wurde er angezeigt. Der Mann war zwei Tage zuvor von Polizisten beim Betteln beobachtet und mit der Wegweisung bedacht worden.

In St. Gallen ist Betteln verboten. Ein entsprechender Artikel wurde bei einer Revision 2010 ins städtische Polizeireglement aufgenommen. Personen, die trotzdem betteln, riskieren eine Busse von vierzig Franken. Bettler können zudem von der Polizei für eine begrenzte Zeit von einem bestimmten Ort weggewiesen werden. (stapo/vre)