Polizei sucht in erster Linie Einbrecher

Die Weihnachtfeiertage rücken näher, die Einladungen zu Feiern und Apéros nehmen zu. Manch einer fährt auch nach einem feuchtfröhlichen Abend mit dem Auto nach Hause. Die Polizei kontrolliert Automobilisten, sagt Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei. Aber nicht unbedingt auf Alkohol.

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Dionys Widmer Mediensprecher Stadtpolizei St. Gallen (Bild: pd)

Dionys Widmer Mediensprecher Stadtpolizei St. Gallen (Bild: pd)

Die Weihnachtfeiertage rücken näher, die Einladungen zu Feiern und Apéros nehmen zu. Manch einer fährt auch nach einem feuchtfröhlichen Abend mit dem Auto nach Hause. Die Polizei kontrolliert Automobilisten, sagt Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei. Aber nicht unbedingt auf Alkohol.

Am Wochenende hat ein Autofahrer mit über 1,8 Promille Alkohol intus einen Unfall in der Stadt verursacht. Sind jetzt in der Vorweihnachtszeit besonders viele angetrunkene Autofahrer unterwegs?

Nicht mehr als sonst. Vermutlich nutzen viele den öV, um von einem Weihnachtsfest sicher nach Hause zu kommen.

Führt die Polizei im Dezember häufiger Kontrollen durch im Strassenverkehr als in anderen Monaten?

Wir setzen tatsächlich Schwerpunkte ab Oktober bis im Dezember. Aber weniger wegen den Weihnachtsfeiern. Vielmehr verstärken wir unsere Kontrollen, sobald es früher dunkel wird.

Weshalb?

In den kalten Monaten verzeichnen wir mehr Dämmerungseinbrüche. Mit häufigeren Kontrollen von Fahrzeugen erwischen wir auch verdächtige Personen. Aber grundsätzlich wird bei Kontrollen alles geprüft. Ist das Auto in einem fahrtüchtigen Zustand? Funktionieren die Lichter? Haben die Reifen noch genug Profil? Bei Verdacht auf Alkoholkonsum prüfen wir auch den Promille-wert.

Wie viele «Alkoholsünder» erwischt die Stadtpolizei St. Gallen in der Vorweihnachtszeit?

Letztes Jahr wurden im Dezember 13 Autofahrerinnen und -fahrer mit einem zu hohen Alkoholwert verzeigt. Im ganzen Jahr waren es 242 Autofahrer. Im Januar oder im Oktober gibt es mehr angetrunkene Fahrer.

Die Polizei propagiert, dass, wer noch Autofahren will, nur ein Glas eines alkoholischen Getränkes zu sich nehmen darf. Wie viel mag es wirklich leiden?

Natürlich sind die Werte sehr individuell. Aber wir sagen immer: Wer fährt, trinkt nicht. Das Risiko, einen Unfall zu bauen, nimmt mit jedem Schluck zu. Und wer in einen Unfall verwickelt ist und nachweislich Alkohol im Blut hat, könnte mit der Versicherung Probleme bekommen. Selbst wenn der Wert nicht über 0,49 Promille liegt und somit grundsätzlich strafrechtlich nicht relevant ist. (rsp)

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