Polizei rätselt über Pneustecher

BUCHS. Am Dienstag hat ein Unbekannter in Buchs mehrere Pneus zerstochen. Zuvor waren in Walenstadt Autos auf identische Art beschädigt worden. Ob es sich um den gleichen Täter handelt, ist unklar.

Thomas Schwizer
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In Buchs und Walenstadt sind mehrere Pneus zerstochen worden. (Bild: Thomas Schweizer)

In Buchs und Walenstadt sind mehrere Pneus zerstochen worden. (Bild: Thomas Schweizer)

BUCHS. Mindestens bei zwölf Autos wurden ein oder zwei Pneus zerstochen. Die betroffenen Lenker, die sich bei der Kantonspolizei meldeten, entdeckten die defekten Reifen, als sie am Abend oder am nächsten Morgen wegfahren wollten.

«Es ist eine Schweinerei»

Unter den Beschädigten befanden sich zwei Mitglieder des katholischen Kirchenchors Buchs-Grabs. Ihre Autos waren auf Parkplätzen bei der Kirche und beim Kirchgemeindehaus abgestellt, abseits der nächsten Strassenlampe. Dort hat der Täter die Dunkelheit ausgenutzt. «Es ist eine Schweinerei», findet ein Chormitglied. Ein anderer Betroffener hatte sein Fahrzeug im Schatten einer Reklametafel abgestellt.

Bereits am Wochenende sind von Unbekannten in Walenstadt die Pneus verschiedener Autos zerstochen worden. War in Buchs ein Nachahmungstäter am Werk? Das ist eine Möglichkeit, wie Hanspeter Krüsi von der St. Galler Kantonspolizei feststellt. Eine andere ist, dass der oder die Täter in einer der beiden Gemeinden wohnen und in der anderen arbeiten. Wer tut so was? «Lausbuben, jemand mit einem psychischen Problem oder mit einer hohen Frustaggression», sucht der Polizeisprecher nach möglichen Erklärungen.

Hoffen auf Zeugen

Die St. Galler Kantonspolizei ist derzeit wegen der grösseren Einbruchgefahr durch die frühe Dämmerung eh schon vermehrt auf den Strassen und in den Gemeinden präsent. Mache der Täter weiter, dann steige die Chance, ihn zu erwischen, sagt Hanspeter Krüsi.

Die Polizei hofft auf Zeugen, die Auffälliges feststellen. «Der Pneustecher muss sich bei seiner Tat ja jeweils bücken», beschreibt er Auffälliges. Je mehr Hinweise eingehen würden, desto besser wird die Chance, dem Unbekannten durch Ermittlungen auf die Spur zu kommen.

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