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Politiker fordern eine Passerelle

Im Zuge des Ausbaus des Parkhauses UG 25 könnte eine Passerelle über den Unteren Graben entstehen. Die Bauherrschaft prüft eine Realisierung. Politiker wollen vom Stadtrat wissen, was er dazu sagt.
Christoph Renn
Bald könnte eine Passerelle vom Parkhaus UG 25 bis zur Kirche St. Mangen entstehen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Bald könnte eine Passerelle vom Parkhaus UG 25 bis zur Kirche St. Mangen entstehen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Christoph Renn

christoph.renn@tagblatt.ch

In der Stadt St. Gallen öffnet sich ein neues Passerellen-Kapitel. Im Zuge des Ausbaus des UG 25 könnte ein Velo- und Fussgängersteg über den Unteren Graben entstehen. Die Passerelle würde die Altstadt und den Rosenberg miteinander verbinden. Aus der Idee wird nun eine politische Diskussion: In einer am Dienstag eingereichten Interpellation wollen Thomas Brunner (GLP), Michael Hugentobler (CVP) und Karin Winter-Dubs (SVP) vom Stadtrat wissen, wie er zur Idee einer durchgehenden öffentlichen Passerelle für den Langsamverkehr ab der Müller-Friedberg-Strasse zur nördlichen Altstadt stehe. Und ob er bereit sei, sich an den Mehrkosten zu beteiligen.

Diskussionen um den Bau von Passerellen haben in St. Gallen eine lange Tradition. Dies hängt mit der speziellen Topografie der Stadt zusammen. Die Altstadt liegt in einer Talsohle. An den Hängen liegen Quartiere, die durch den Stadtkern getrennt sind. Die Stadt wiederum wird durch die Hauptverkehrsachsen gegliedert. Deshalb liegt die Idee einer Passerelle über die stark befahrenen Strassen auf der Hand. Doch ein Blick in die Geschichte zeigt, dass es oft an der Umsetzung scheitert. Beispielhaft dafür ist der Fussgängersteg, der die Quartiere beidseits des Güterbahnhofes hätte verbinden sollen. Erste Abmachungen gehen auf 1899 zurück. Bis 2007 gab es verschiedene weitere Projekte. Doch bis heute steht nur der «Brückenkopf» auf einer Seite, der vorsichtshalber schon gebaut wurde (siehe Zweittext).

Die Idee der Passerelle besteht schon lange

Die Idee, die beiden Hügelzüge miteinander zu verbinden, hat schon die wildesten Visionen ausgelöst. In einer Diskussion schwebte einem Kunsthistoriker eine Fussgängerbrücke vor, die den Rosenberg mit dem Bernegghang verbinden sollte. Auf der Hälfte des Weges hätte sie mit dem Rathaus verbunden werden sollen. Doch es blieb bei der Vision. Die Passerelle beim UG 25 steht noch ganz am Anfang. Und auch sie ist lediglich ein weiteres Kapitel einer lange entwickelten Idee: Schon bei der Erweiterung der Gewerblichen Berufsschule an der Kirchgasse im Jahr 1927 und im Wettbewerb für die obere Kirchgasse von 1984 hat es solche Überlegungen gegeben. Entsprechende Pläne waren auch Bestandteil des Vorhabens für den Ausbau des Parkhauses 1999. Mit dem Projekt verschwand damals aber auch die Passerelle.

Vom Parkhaus bis zur Kirche St.Mangen

Doch die Zeichen für die Verwirklichung der Passerelle, welche die Altstadt mit dem Rosenberg verbinden soll, stehen gut. Studien hätten gezeigt, dass es möglich sei, die Passerelle unter Einhaltung der Mindesthöhe von 5,2 Metern über dem Strassenraum am Unteren Graben zu erstellen, sagte UG-25-Projektleiter Iso Senn (Ausgabe vom 9. Juni). Die etwa vier Meter breite Passerelle würde von der Hügelkuppe unmittelbar bei der Kirche St.Mangen ins erste Obergeschoss des Parkhauses führen. «Wir werden die Realisierung vertieft prüfen», versprach Senn. Er sagte aber auch, dass sich die öffentliche Hand daran beteiligen müsse, da ein solcher Übergang für den Langsamverkehr von öffentlichem Interesse sei.

Der Ball liegt nun beim Stadtrat. Die Interpellation mit den entsprechenden Fragen liegt auf seinem Tisch. Die Interpellanten halten fest, dass eine Optimierung des Zugangs Richtung Altstadt an Bedeutung gewonnen habe, seit klar sei, dass die Parkplätze am Marktplatz aufgehoben werden und zu kompensieren seien. Und sie drängen zur Eile: «Da der Umbau des UG 25 in absehbarer Zeit los gehen soll, müssen solche Chancen unverzüglich genutzt werden.» Zudem schreiben sie, dass eine Passerelle Vorteile gegenüber der ebenerdigen Überquerung biete. Und zwar nicht nur für den Langsamverkehr, sondern auch zur Verbesserung des Verkehrsflusses.

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