Politik als Komödie

Die Theatergruppe «Uu-verchlemmt» feiert ihr 25-Jahr-Jubiläum mit «E verhängnisvolli Nacht». Das Stück ist ein Schwank über Kommunalpolitik.

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Bei der letztjährigen Produktion ging es um «zwei harti Nüss». (Bild: Ralph Ribi)

Bei der letztjährigen Produktion ging es um «zwei harti Nüss». (Bild: Ralph Ribi)

BERNHARDZELL. Seit 25 Jahren steht in Bernhardzell die Theatergruppe «Uu-verchlemmt» auf der Bühne. Morgen Freitag und übermorgen Samstag führt sie um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle Bernhardzell das Stück «E verhängnisvolli Nacht» auf. Laut Aurelio Zaccari, dem Präsidenten der Theatergruppe, deutet nach der Hauptprobe am vergangenen Sonntag alles darauf hin, dass es für «Uu-verchlemmt» am Wochenende keine verhängnisvollen Nächte gibt.

Absurdes aus der Politik

Die Zuschauer erwartet mit dem Stück ein Schwank über Kommunalpolitik: Ein Gemeindepräsident und Kantonsratskandidat erlebt eine tatsächlich verhängnisvolle Nacht im Rotlichtmilieu. Beim Glücksspiel lässt er sich Geld aus der Gemeindekasse von einem Gauner abknöpfen und findet sich am nächsten Morgen mit einer Animierdame als «Adoptivkind» wieder. Und muss den Schaden zusammen mit einem Freund wieder ausbügeln. Die Komödie in drei Akten stammt aus der Feder von Armin Vollenweider. Das Jubiläum selbst wird laut Vollenweider keine besondere Rolle an den Theaterabenden spielen. «Wir haben dafür unser 20jähriges Bestehen etwas ausgiebiger gefeiert.» Für die beiden Abende erhofft er sich 150 bis 180 Zuschauer. Platzreservationen sind unter 071 422 40 23 täglich von 19 bis 21 Uhr oder unter www.uu-verchlemmt.ch möglich. Zudem wird es eine Abendkasse geben.

Die Scheu ablegen

Die Theatergruppe wurde 1989 von einer Gruppe junger Bernhardzeller gegründet, wie auf der Webseite zu lesen ist. Bei der Namensgebung liessen sie sich von der Fernsehsendung «Nur keine Hemmungen» inspirieren. Die Doppeldeutigkeit im Namen der Theatergruppe treffe genau auf das Laienschauspiel zu: Zum einen steht es für das Hemmungslose und Ungenierte, das viele Charaktere in Theaterstücken verkörpern. Auf der anderen Seite stehe das Scheue und Schamvolle, das die Schauspieler am Wochenende einmal mehr ablegen werden. (jw)

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