«Pöstli»-Überbauung steht still

Das Bauvorhaben der Raiffeisenbank Waldkirch ist aufgrund eines Rekurses blockiert. Die Bauvisiere vor dem «Pöstli» wurden zwar entfernt, doch das bedeutet keinen Fortschritt. Geduld ist vorerst gefragt.

Sebastian Schneider
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Ende 2014 standen noch Visiere vor dem «Pöstli». (Archivbild: Sebastian Schneider)

Ende 2014 standen noch Visiere vor dem «Pöstli». (Archivbild: Sebastian Schneider)

WALDKIRCH. Die Tage des Restaurant Pöstli in Waldkirch sind gezählt. Dies zeigte sich alleine schon beim Vorbeispazieren. Bauvisiere deuteten an, dass das alte Gebäude einem neuen weichen muss. Das Bauvorhaben der gegenüberliegenden Raiffeisenbank Waldkirch ist schon seit über einem Jahr bekannt: Es soll ein Wohn- und Geschäftshaus mit zwölf Mietwohnungen entstehen. Zudem sollen die Räume im Parterre Platz für eine Arztpraxis bieten. Nun wurden die Bauvisiere entfernt. Fahren etwa bald die Bagger auf?

Rekurs beim Kanton hängig

Im Gegenteil: «Alles steht still», sagt René Rutishauser, Vorsitzender der Bankleitung. Er würde ja gerne Neues berichten, doch das Projekt ist immer noch blockiert. Man müsse sich jetzt in Geduld üben. Grund für die erneute Verzögerung ist ein beim Kanton hängiger Rekurs. Gegen das Bauvorhaben waren zwei Einsprachen eingelegt worden. Die Gemeinde Waldkirch wies diese zurück. Eine Partei war damit nicht einverstanden und rekurrierte beim Baudepartement. Wie lange die Bearbeitung noch dauert, lässt sich aufgrund des laufenden Verfahrens nicht herausfinden. «Vielleicht wissen wir in zwei Monaten mehr», sagt Rutishauser, der vor allem deswegen enttäuscht ist, weil man den Bau gründlich und sauber mit mehreren Experten geplant habe.

Sturm mahnte zur Vorsicht

Doch warum wurden die Bauvisiere entfernt? «Vornehmlich aus Sicherheitsgründen», sagt Rutishauser. Bei einem Sturm seien zwei Visiere umgefallen. Zudem sähen sie ja auch nicht gerade schön aus, gibt Rutishauser als zweiten Grund an.

Dem Pächter des Restaurant Pöstli, Marcel Studerus, habe man noch nicht gekündigt. Der Wirt öffnet das Restaurant nur noch zu gewissen Zeiten und arbeitet sonst andernorts. Ende 2014 gab er an, die Türe nur noch den Jassern zuliebe zu öffnen.