Pöstler Hubi sagt Adieu

Heute hat Hubert Bühler – besser bekannt als Hubi – seinen letzten Arbeitstag bei der Post Rorschach. Mehr als 45 Jahre war er im Einsatz für den gelben Riesen.

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Letzte Dienstfahrt: Pöstler Hubi Bühler wird pensioniert. (Bild: pd)

Letzte Dienstfahrt: Pöstler Hubi Bühler wird pensioniert. (Bild: pd)

RORSCHACH. Er ist bekannt für seine flotten Sprüche und sein herzhaftes Lachen: Hubert Bühler, kurz Hubi genannt. Seine humorvolle Art kam sowohl bei der Kundschaft als auch bei den Arbeitskollegen gut an, sagt Rolf Bürkli von der Post. Heute hat Hubi Bühler nach mehr als 45 Jahren seinen letzten Arbeitstag bei der Post. In dieser Zeit hat sich der Arbeitsalltag stark verändert. Neue Hilfsmittel und Produkte wurden eingeführt, andere wie etwa das Telegramm sind verschwunden.

Wanderjahre nach der Lehre

So ist die heutige Post nicht mehr mit derjenigen zu vergleichen, in die Hubi Bühler am 3. April 1967 eintrat. Seine Laufbahn begann bei der Poststelle Rorschach, wo er die Lehre als uniformierter Postbeamter absolvierte. Wie damals für einen Pöstler üblich, folgten im Anschluss die Wanderjahre, in denen er an verschiedenen Orten, unter anderem auch im Fürstentum Liechtenstein, eingesetzt wurde. Auch um die obligate einjährige Versetzung nach Zürich im Jahre 1969 kam Hubi nicht herum.

Im Jahr 1973 wurde Hubi Bühler im Postamt Rorschach zum Betriebspraktikanten gewählt. Über viele Jahre wurde er hier als Chauffeur und im Umladdienst eingesetzt. Als die schönsten Jahre in seinem Berufsleben werden ihm wohl jene in Erinnerung bleiben, in denen er die Expresszustellung in der Agglomeration Rorschach besorgte.

Neuer Lebensabschnitt

Als die Zustellung der Eilsendungen im Zuge einer Umstrukturierung auch für die Region Rorschach nach St. Gallen verlegt wurde, musste sich Hubi Bühler neu orientieren. Er entschied sich für den Arbeitsort Rorschach und war fortan im Innendienst für die Zustellung in Rorschach tätig. Die Zustellstelle zügelte 2007 von der Laubenstrasse in neue Betriebsräume an der Industriestrasse 21. Dort macht Hubi Bühler logistische Vorarbeiten für seine Kollegen in der Zustellung.

Mit Hubi Bühler verlasse ein weiterer Pöstler die Zustellstelle in Rorschach, der sowohl für viele Kunden als auch für Kollegen ein echtes Original verkörpere, sagt Rolf Bürkli. Die Erzählungen von seinen Reisen in der ganzen Welt würden unvergesslich bleiben. Mit der Pension beginnt für Hubi Bühler morgen ein neuer Lebensabschnitt. «Wer ihn kennt, der weiss, dass es ihm nicht langweilig werden wird», sagt Rolf Bürkli. «Kaum einer versteht es wie er, dem Leben die positiven Seiten abzugewinnen.» (pd/lem)

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