PLATZTOR: Kanton bricht alte Sattlerei ab

Noch vor der Abstimmung zum neuen Uni-Campus am Platztor fahren dort bald die Bagger auf. Anfang Mai wird die alte Sattlerei an der St.-Jakob-Strasse 13 abgebrochen.

Drucken
Teilen

Bis vergangenen Sommer verkaufte das Traditionsunternehmen Spirig Pferdesport an der St.-Jakob-Strasse 13 noch Sättel nach Mass. Davon zeugt heute nur noch das Logo, das auf die östliche Hausfassade gemalt wurde. Der Betrieb ist inzwischen nach Winkeln umgezogen, das Haus stand seit dem Auszug des Pferdesportgeschäfts leer. Anfang Mai bricht der Kanton das Gebäude nun ab.

Bis 2027 soll auf dem Platztor-Areal ein neuer Campus der Universität St. Gallen entstehen. Die Volksabstimmung über den kantonalen Beitrag von 158 Millionen für das Projekt ist für 2019 geplant, nun fahren die Bagger aber schon früher auf. Denn das sechsgeschossige Haus sei trotz des gepflegten äusseren Erscheinungsbilds in einem schlechten Zustand, schreibt der Kanton in einer Mitteilung. Feuchtigkeitsschäden im Untergeschoss, ein abgenutzter Innenausbau, energietechnische Schäden: Bevor die Liegenschaft wieder hätte vermietet werden können, wäre eine Gesamtsanierung nötig geworden. Die Kosten dafür: Rund 500000 Franken und damit deutlich höher als das, was der Kanton bis zum geplanten Baubeginn für den Campus im Jahr 2024 an Miteinnahmen hätte generieren können. Spätestens dann wäre das Gebäude ohnehin abgerissen worden.

Der Abbruch dauert rund sechs Wochen

Als Vorbereitung für den Rückbau dafür müssen die Personenunterführungen abgedeckt und ein neuer Mast für die Fahrleitungskabel sowie die Strassenbeleuchtungen errichtet werden. Diese Arbeiten starten am 23. April, rund eine Woche später beginnen dann die eigentlichen Abbrucharbeiten. Diese nehmen rund sechs Wochen in Anspruch und sollten bis Mitte Juni abgeschlossen sein. Der Abbruch hat auch Folgen für den Verkehr auf der St.-Jakob-Strasse. Während der Arbeiten muss eine Fahrspur auf dem betreffenden Strassenabschnitt gesperrt werden. Die Kosten für den Abbruch betragen rund 130000 Franken. (ghi)