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PLATZPROBLEM: «Die Rechtsunsicherheit belastet und behindert»

Der enge Platz in Gossau hindert die Gebrüder Eisenring AG weiterhin am Wachsen. Ein Wegzug nach Niederhelfenschwil wird von Rekursen blockiert. Nun muss in Gossau nachgerüstet und investiert werden.
Geschäftsleiter Peter Marty in den Produktionshallen der Gebrüder Eisenring AG: «Wir platzen aus allen Nähten.» (Bild: Manuela Bruhin)

Geschäftsleiter Peter Marty in den Produktionshallen der Gebrüder Eisenring AG: «Wir platzen aus allen Nähten.» (Bild: Manuela Bruhin)

Gut Ding will Weile haben – doch mittlerweile dürfte der Zenit bei der Gossauer Gebrüder Eisenring AG überschritten sein. Bereits 2014 wurde bekannt, dass die Verantwortlichen einen Wegzug nach Niederhelfenschwil planen. Der Hauptgrund dafür seien die engen Platzverhältnisse in Gossau, sagt Geschäftsleiter Peter Marty. «Ein Betrieb unserer Art kann moderne handwerkliche Arbeitsplätze langfristig nur erhalten, wenn er sich zeitgemäss aufstellen und sich immer wieder anpassen kann.» Bei einem Anstieg von 30 auf heute 45 Arbeitsplätze sei dies nicht mehr gewährleistet. Im Gegenteil: «Wir platzen hier aus allen Nähten.»

In der Folge wurde ein Zukunftsprojekt «Holzkompetenz Lenggenwil» geplant. Bei dem «Projekt» ist es aber bis heute geblieben. Die Gemeinde Nieder-helfenschwil reichte beim Baudepartement des Kantons St. Gallen die Pläne zur Vorprüfung ein und erhielt im Mai 2015 eine positive Rückmeldung. Nach der öffentlichen Auflage erfolgten jedoch drei Einsprachen, welche die Gemeinde im August 2016 ablehnte. Laut Marty wurden anschliessend Rekurse eingereicht. Ende Juni 2017 fand eine Begehung vor Ort statt. «Seitdem herrscht Funkstille», sagt Marty. Alle Parteien würden auf die Entscheide des Baudepartements des Kantons St. Gallen warten.

Bauchweh wegen langer Fristen im Rekursverfahren

Nun dürfte sich das Problem weiter verschärfen. Mit der Produktionsübernahme der Firma Kälin & Co. AG in Winterthur durch die Gebrüder Eisenring AG im vergangenen Jahr ergab sich in einigen Bereichen ein zweiter Standort. Aufgrund einer neuen Überbauung sowie weiteren Optimierungen trafen die Verantwortlichen die Entscheidung, bis Ende März die Firmenaktivitäten in Gossau zusammenzufassen. «Die anhaltende Rechtsunsicherheit belastet und behindert uns inzwischen erheblich», sagt Marty. Man sei gezwungen, in Gossau nachzurüsten und zu investieren. Doch weiterhin seien die Platzverhältnisse dazu im Grunde genommen nicht gegeben. Wie es jedoch mit dem Zukunftsprojekt in Lenggenwil aussieht, sei weiterhin offen, so Marty. Die viel zu langen Fristen im betreffenden Rekursverfahren machen den Beteiligten Bauchweh. Denn: «Selbst, wenn die Rekurse abgewiesen werden, können wir nicht einfach mit dem Bauen beginnen.» Die Rekurrenten könnten an die nächste Instanz weiterziehen, sagt Marty. Sowieso brauche es ein anschliessendes Baubewilligungsverfahren, welches ebenfalls zeitintensiv werde. «Aus unserer Sicht haben wir in allen bisherigen Etappen und Schritten alles Mögliche getan, um Transparenz zu schaffen und rasche und konkrete Entscheidungen zu ermöglichen.»

Manuela Bruhin

redaktiongo

@tagblatt.ch

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