Platz für 100 Busse und neue Büros

Der Stadtrat beantragt dem Parlament einen Verpflichtungskredit über 390 000 Franken für einen Studienauftrag zur Vergrösserung und Nutzungserweiterung des VBSG-Depots an der Steinachstrasse.

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Auch die Betriebsabläufe im Depot sollen optimiert werden. (Bild: Ralph Ribi)

Auch die Betriebsabläufe im Depot sollen optimiert werden. (Bild: Ralph Ribi)

Die Flotte der Verkehrsbetriebe St. Gallen (VBSG) sei durch den Angebotsausbau der letzten Jahre stark gewachsen, heisst es in der Botschaft des Stadtrats ans Stadtparlament. Das von der Bürgerschaft beschlossene Reglement über eine nachhaltige Verkehrsentwicklung (Städte-Initiative) und das Mobilitätskonzept der Stadt würden für die Zukunft ein weiteres substanzielles Wachstum des öffentlichen Verkehrs auf Stadtgebiet vorsehen. Um dieses Wachstum bewältigen zu können, sei ein Ausbau der Depoträumlichkeiten der VBSG zwingend. Es sei geplant, schreibt die Stadtregierung, die Einstellflächen zu vergrössern und gleichzeitig die Werkstatt grösser und moderner zu gestalten, um die betrieblichen Abläufe zu optimieren.

Auch Stadtwerke wachsen

Wie die VBSG seien auch die Stadtwerke in den letzten Jahren stark gewachsen und hätten neue Geschäftsfelder entwickelt. Für diese neuen Sparten hätten jeweils Büros angemietet werden müssen. Das habe zur Folge, dass die Büros der Stadtwerke heute auf acht Standorte verteilt seien. Hinzu kämen fünf weitere Standorte für Betriebszentralen, Werkstätten und Lager. Im Hinblick auf eine haushälterische Bodennutzung und einen optimalen Einsatz der städtischen Investitionsgelder werde eine Mehrfachnutzung am Standort Steinachstrasse 42 angestrebt. Im Rahmen eines Studienauftrags sollen Lösungen aufgezeigt werden, wie die Einstellhalle für bis zu 100 Bussen vergrössert werden kann und gleichzeitig in einem Bürotrakt bis zu 300 Arbeitsplätze für die Stadtwerke und eventuell weitere Dienststellen der Technischen Betriebe erstellt werden können.

Kosten: 46 Millionen Franken

Auf der Basis einer Machbarkeitsstudie wurden die Gesamtkosten für die Erweiterung des VBSG-Depots auf 46 Millionen Franken geschätzt, wie es in der Botschaft des Stadtrats heisst. Der Anteil des Bürotrakts belaufe sich dabei auf rund 15 Millionen Franken. Die Stadtwerke zahlen heute für die von ihnen belegten Büros jährlich gegen eine Million Franken Miete; der grössere Teil davon entfällt auf städtische Liegenschaften. Weil diese auf dem freien Markt zu höheren Preisen vermietet werden könnten und Mietkosten wegfielen, sei der neu gebaute Bürotrakt langfristig sinnvoll, schreibt der Stadtrat. Ob das Depot ausgebaut wird, darüber entscheidet das Volk. (dwi)