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PLANUNG: Visionen für St. Fiden

Die Stadtratskandidaten Boris Tschirky und Sonja Lüthi wollen das Areal St. Fiden aufwerten – mit verschiedenen Mitteln.

Am 7. Dezember präsentiert die Stadt St. Gallen ihre Pläne für die weitere Entwicklung des Gebiets St. Fiden-Heiligkreuz. Dazu hatte sie im vergangenen Jahr eine Testplanung gestartet, deren ­Resultate nun vorliegen. Bereits am Donnerstagabend stellte die IG Wirtschaft St. Fiden, der verschiedene Wirtschaftsverbände angehören und die in die Testplanung eingebunden war, im Pfarreiheim St. Fiden ihre Vision für das Gebiet vor. Anschliessend liess sie die beiden Stadtratskandidaten Boris Tschirky (CVP) und Sonja Lüthi (GLP) die Chancen, die sich aus Sicht der IG daraus ergeben, beurteilen.

Das Bahnhofareal überdachen

Für die IG Wirtschaft St. Fiden sind gemäss Remo Daguati, ­Geschäftsführer des städtischen und kantonalen Hauseigentümerverbands, vier Dinge zentral: Erstens soll der «Schnitt» zwischen den beiden Stadtteilen nördlich und südlich des Bahnhofareals St. Fiden durch eine etappenweise Überdeckung der ganzen Fläche zwischen der Splügen- und der Spinnereibrücke «geheilt» werden. Dadurch würde zweitens die Wohnsituation in den Quartieren verbessert. Drittens soll zwischen Olma und Kantonsspital ein Hightech-Cluster für Forschung und Entwicklung entstehen. Und viertens müsse St. Fiden dank der guten Anbindung an die Autobahn und einem Ausbau des Bahnhofs zu einem S-Bahn-Knoten zu einer «Mobilitätsdrehscheibe» werden.

In der folgenden Diskussion, die von Eva Nietlispach moderiert wurde, zeigte sich, dass die beiden Kandidaten für den ­vakanten Stadtratssitz die Ausgangslage teils anders beurteilten. Im Grundsatz, dass das Gebiet aufgewertet werden müsse, waren sie sich einig. Boris Tschirky sprach von einer «faszinierenden Vision». Er plädierte für einen «Weitwurf», also einen neuen Stadtteil. Der Ort sei dafür geradezu prädestiniert. «Diese Chance ist einmalig, auch was die Schaffung neuer Arbeitsplätze betrifft.» St. Gallen brauche den Aufbruch, und St. Fiden könne hierzu einen Beitrag leisten.

Auch Sonja Lüthi bezeichnete die Ideen der IG Wirtschaft St. Fiden als interessant. Sie betonte jedoch, dass es bei der Entwicklung des Kerngebiets rund um das Bahnhofareal zentral sei, die umliegenden Quartiere und deren bestehende Strukturen zu stärken. Dazu brauche es auch Verbesserungen beim öffentlichen und beim Langsamverkehr. Es dürfe keine Planungsleiche geben, forderte Lüthi. Wichtig sei, Ziele zu definieren, die umgesetzt werden könnten. Ausserdem plädierte sie für eine schnelle Aufwertung des Gebietes. Schon kleine Sofortmassnahmen könnten einen Entwicklungsschub auslösen, etwa ein «grüner Boulevard für den Langsamverkehr» entlang der Bachstrasse. Tschirky hielt dem entgegen, dass es einen langfristigen Plan brauche, eine «Gesamtentwicklung», die nicht durch isolierte Projekte verbaut werden dürfe.

Ist eine Überdachung überhaupt finanzierbar?

In der Folge wurde auch die Frage diskutiert, ob eine Überdeckung der Stadtautobahn und des Bahnhofs für neues Bauland überhaupt finanzierbar sei. Boris Tschirky schloss sich Remo Daguatis Meinung an, dass klare planerische Vorarbeiten, welche die Wertschöpfung nachweisen, die Grundlage für den Beibezug von Investoren bildeten. Sonja Lüthi wies darauf hin, dass es in der Stadt noch mehr Bauland gebe, das teilweise «viel günstiger» wäre als eine Überdachung.

David Gadze

david.gadze@tagblatt.ch

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