Plakate gegen Alkoholsucht

Die Stiftung Suchthilfe hat an den Schulhäusern Engelwies und Schönau einen Wettbewerb zum Thema Alkohol veranstaltet. Gestern wurden die Siegerplakate ausgezeichnet.

Thea Weder
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Die Gewinnerin des Wettbewerbs Lejla Isejni mit ihrem Plakat zur Alkoholprävention. (Bild: Urs Bucher)

Die Gewinnerin des Wettbewerbs Lejla Isejni mit ihrem Plakat zur Alkoholprävention. (Bild: Urs Bucher)

Angespannte Gesichter in der Turnhalle der Realschule Engelwies: Gestern vormittag warteten über hundert Schülerinnen und Schüler auf eine Preisverleihung des Wettbewerbs der Stiftung Suchthilfe. Ausgezeichnet wurden von den Jugendlichen der Schulhäuser Engelwies und Schönau gestaltete Plakate zur Alkoholprävention. Die Siegerplakate werden nach den Herbstferien in den Schulhäusern und an Orten, wo Jugendliche präsent sind, zu sehen sein.

Persönliche Erfahrungen

«Ich bin stolz auf euch», sagt Andy Prinzing, Schulleiter der Realschule Engelwies gestern an der Preisverleihung zu den Jugendlichen. Nicht nur, weil fünf Auszeichnungen, darunter auch der erste Platz, an seine Schule gehen. Sondern vor allem auch, weil sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem heiklen Thema befasst hätten, das sie alle beträfe. Im Rahmen der Aktion Pausenplatz 2012 war die Suchtfachstelle an mehreren Tagen an der Schule präsent. Während der verlängerten Pausen hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich spielerisch mit dem Thema Alkohol auseinandersetzen. Wer wollte, konnte am Wettbewerb teilnehmen. Laut Prinzing haben rund 100 Schülerinnen und Schüler freiwillig mitgemacht. Anschliessend wurden die Plakate bewertet: Auf Facebook haben die Schülerinnen und Schüler für ihren Favoriten abgestimmt.

Suchtproblematik ansprechen

«Grundsätzlich ist Prävention statistisch nicht messbar», sagt Jürg Niggli, Leiter der Stiftung Suchthilfe. Der Umgang mit Alkohol bei Jugendlichen ändere sich auch durch eine solche Aktion nicht grundlegend. Aber die Jugendlichen würden so auf die Suchtproblematik aufmerksam gemacht. «Sie sollen im Kollektiv angesprochen werden», betont der stellvertretende Projektleiter der Suchtfachstelle, Kurt Löffel. So entständen in den Klassen Gespräche zu den spezifischen Themen, die für den Erfolg der Prävention wichtig seien. Mit dem Aufhängen der Plakate im Schulhaus will die Suchtfachstelle «nachdoppeln» und die Schülerinnen und Schüler an die Suchtgefahr erinnern.

Rauchen, Alkohol und Cannabis

Die Suchtfachstelle St. Gallen besucht alljährlich die einzelnen Oberstufenklassen der Stadt St. Gallen. Gemeinsam mit den Jugendlichen werden je nach Altersstufe Themen wie Rauchen, Alkohol, Cannabis und Essstörungen aufgegriffen.