Piraten mit weichen Herzen

Die Waldkircher Männerchörler als Piraten auf dem Greifensee unterwegs. Singend natürlich. Und als Herzensbrecher. Die Aufführungen in der Halle Bünt begeisterten das Publikum.

Rudolf Käser
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Waldkircher Piraten in voller Fahrt auf der Bünt-Bühne. (Bild: Rudolf Käser)

Waldkircher Piraten in voller Fahrt auf der Bünt-Bühne. (Bild: Rudolf Käser)

waldkirch. Die Zeichen der Zeit sind beim Männerchor längst erkannt worden. Vorbei sind Unterhaltungsabende, während denen schön brav Lied um Lied gesungen und auf ein möglichst beifallfreudiges Publikum gehofft wurde. An den Unterhaltungen vom vergangenen Samstag warteten die Männerchörler, mit kräftiger Unterstützung von Frauenstimmen, mit der Operette «Die Piraten vom Greifensee» auf.

«Die Sarah singt schön»

«Das ist der Weg, den Männerchöre gehen müssen», sagte ein anwesender Sänger eines benachbarten Männerchors. Dass die Waldkircher Männerchörler auf dem richtigen Weg sind, bewiesen auch die Aussagen von Gästen. «Das Gebotene empfinde ich durchwegs amüsant», kommentierte eine junge Frau. «Es ist absolut unterhaltend», fügte ihre Kollegin bei. Eine ältere Besucherin freute sich über Sarah Koller, welche im Stück «Die Piraten vom Greifensee» Uschi verkörperte: «Die Sarah singt einfach schön.»

Ein Happy End

Singend erzählten die Männerchörler die Geschichte der Piraten vom Greifensee. Die Piraten, allesamt Herzensbrecher, hatten es auf die acht Töchter des vorerst untröstlichen Generals (Hansueli Furgler) abgesehen. Der Piratenkönig (Jürg Koller) liess sich am Ende ebenso erweichen wie vorher der irrtümlich in die Piraterie gelangte Fredy (Fredi Zahner). Der Polizeikommandant (Pius Eicher) und seine Truppe trugen das Ihrige dazu bei, dass die Herzen der Piraten zu einem bürgerlichen Leben – in die Politik und mit den liebenswerten Töchtern des Generals – finden konnten.

Fünf Monate Vorbereitung

Am Ende der auf der ganzen Linie geglückten Vorstellung war das Publikum begeistert. «Vor dem Bettag begannen wir mit den Proben, danach intensivierten wir das Einstudieren mit vielen Extra-Zusammenkünften», sagte Dirigent und Regisseur David Geary. Und fügte anerkennend hinzu: «Die Männerchörler sind alle so gut, mit denen kann man alles machen.» Bemerkenswert: Alle Darsteller kommen aus dem Umfeld des Männerchors. Die Generalstöchter sind fast ausschliesslich Töchter von Männerchor-Mitgliedern. Einzig Barbara Rusch wurde als Auswärtige beigezogen. Ganz so fremd ist sie aber nicht. Denn sie besucht ebenso wie Sarah Koller bei David Geary Gesangsunterricht.

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