Picknicken statt Parkieren

Mit Velos, Pflanzen und Festbänken zugestellt – so sah gestern abend der Parkplatz beim Blumenmarkt aus. Mit der Aktion wehrten sich die Juso gegen die vielen Autos in der Stadt.

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Mit einem Festbank besetzen die Juso einen Parkplatz. (Bild: Nina Rudnicki)

Mit einem Festbank besetzen die Juso einen Parkplatz. (Bild: Nina Rudnicki)

Einige Autofahrer schütteln den Kopf, andere schauen im Vorbeifahren verwundert auf den mit Festbänken und Pflanzen besetzten Parkplatz hinter dem Restaurant Marktplatz. Es ist Abendverkauf, und die Parkplätze beim Blumenmarkt sind begehrt. Der passende Zeitpunkt, wie die Juso finden, die Parkplätze mit Dingen zu besetzen, die in der Innenstadt zu wenig Beachtung erhalten, wie Sitzgelegenheiten, Velos und Pflanzen.

«Der Sinn der Wahlkampfaktion ist, sich gegen die vielen Autos in der Stadt zu wehren», sagt Angelo Zehr, Präsident der Juso St. Gallen. Eine halbe Stunde bleibe ihnen noch, dann laufe das gelöste Parkticket ab. «Der Plan ist, dann ein neues Ticket zu lösen und auf den nächsten freiwerdenden Parkplatz umzuziehen», sagt er. Ein- bis zweimal wolle man das wiederholen. Proviant, um noch eine Weile am Blumenmarkt auszuharren, haben die Juso auf alle Fälle genügend dabei. Auch dank dem Gemüsehändler von gegenüber, der freundlicherweise einen Früchteteller spendiert hat. «Man muss eben auch mal etwas machen, anstatt nur zuzuschauen», sagt er.

Ziel der Aktion ist laut Zehr zudem, Unterschriften für die Petition «Holen wir uns die Strasse zurück» zu sammeln. «Dabei geht es uns darum, die Diskussion um die Nutzung des öffentlichen Raums anzuheizen», sagt Zehr. (nar)

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