PICASSO UND CO.: Tapetenwechsel bei Würth

Am Sonntag wird die Ausstellung «Menagerie» im Forum Würth in Rorschach ­eröffnet. Beim Plazieren der Werke ist Genauigkeit gefordert.

Linda Müntener
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Linda Müntener

linda.muentener@tagblatt.ch

Vor wenigen Tagen hat eine wertvolle Lieferung die Hafenstadt erreicht: tierische Kunstwerke aus der Sammlung Würth. Die Stücke waren zuvor im Würth-Forum im deutschen Schwäbisch-Hall ausgestellt. Ab kommendem Sonntag sind sie zwei Jahre lang in Rorschach zu sehen. Beim ­Einrichten der Ausstellungsfläche legt das Kunstteam zuvor in einem Modell fest, wo die Bilder aufgehängt werden, wie Kuratorin Sonja Klee sagt. Die Bilder und Skulpturen werden ausgepackt und auf Styroporquadraten an der Wand angelehnt. Schwere Bilder müssen auf Rollen transportiert werden. Die wertvollen Ausstellungsstücke – darunter etwa eine Tontaube von Pablo Picasso – werden behutsam plaziert. Um Fingerabdrücke zu vermeiden, tragen alle Mitarbeitenden weisse Stoffhandschuhe. Vor allem grossformatige Bilder wie das Titelbild der Ausstellung, eine 2,23 mal 1,77 Meter grosse Kohlezeichnung von Robert Longo, stellen für das Kunstteam eine Herausforderung dar.

Das Verhältnis zwischen Mensch und Tier abgebildet

Die Ausstellung «Menagerie» widmet sich dem Thema Tier. Über Jahrhunderte haben Künstler das rätselhafte Verhältnis ­zwischen Mensch und Tier ab­gebildet, ausgelotet oder bis ins Phantastische gesteigert. Die Exponate aus der Sammlung Würth zeigen, wie sich unsere Vorstellung vom Wesen der Tiere von Epoche zu Epoche verändert hat. 51 Künstlerinnen und Künstler sind vertreten, darunter auch Schweizer Kunstschaffende wie Dieter Roth oder Nadin Maria Rüfenacht. Sie zeigen mit ihren Bildern, Installationen und Fotografien Tiere aus ungewöhnlichen Perspektiven. Dabei scheuen sie die Provokation nicht. Die «Tierschau» ist vielfältig. Fabelgestalten wie Drachen oder Sphinxe sind ebenso zu sehen wie Pferde, Hunde und Vögel. Die Veranstalter empfehlen die Ausstellung ­ als «Sehvergnügen für die ganze Familie».

Vernissage

«Menagerie», Sonntag, 5. Februar, 11 Uhr, Forum Würth