PHSG und türkische Uni suchen Perspektivenwechsel

Die Pädagogische Hochschule St. Gallen und die Dicle-Universität Diyarbakir im Südosten der Türkei gehen eine Nord-Süd-Partnerschaft ein.

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ST. GALLEN. Im Zentrum des Integrationsprojekts «Barazi» stehen globales Lernen, die Erweiterung interkultureller Kompetenz und die nachhaltige Entwicklung für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung, teilt die Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG) mit. Die gegenseitigen Erfahrungen ermöglichten Perspektivenwechsel auf den eigenen Unterricht beziehungsweise die eigene Lehre.

Feier zum Partnerschaftsbeginn

Heute Dienstag wird die Partnerschaft im Rahmen eines öffentlichen Festakts in der Alten Bibliothek des Hochschulgebäudes Mariaberg feierlich eröffnet. Auf dem Programm stehen neben verschiedenen musikalischen Darbietungen und Grussworten auch ein türkisches Gastreferat zum Thema «Soziale Dienstleistungen und schulische Ausbildungspraxis».

Den Auftakt hat die Türkei bereits gemacht. Ein Dekan und zwei Professoren der erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Dicle-Universität Diyarbakir studieren während dreier Tage die Lehrerinnen- und Lehrerbildung sowie die Schweizer Volksschule.

Die Dicle Universität in Diyarbakir ist mit rund 20 000 immatrikulierten Studierenden die grösste Universität im Osten der Türkei. Rund 4000 Studierende studieren an der Faculty of Education.

Das weitaus häufigste Studienziel der Studierenden der Fakultät ist das Lehrerdiplom (Primarstufe und Sekundarstufe I und II).

Gegenbesuch im Frühling 2011

Die beiden hiesigen Co-Projektleiter Richard Kronig und Lucas Oberholzer planen eine Weiterbildungsreise in die Türkei im Frühling 2011 sowie den Einbezug der Partnerschaft an der PHSG in Blockwochen zu interkultureller Pädagogik oder im Modul «Umgang mit Heterogenität». Darüber hinaus sollen Studierende und Dozierende an Tauschprogrammen teilnehmen.

Unterstützt wird die Partnerschaft von der Stiftung Bildung und Entwicklung, die von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) mitfinanziert wird. (red.)

Festakt 16.15 bis 18 Uhr