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PFLEGEPLÄTZE: Häggenschwil hat kein Interesse am «Kappelhof»

Um den Bedarf zu decken, reserviert Häggenschwil sechs Betten im «Wiborada» in Bernhardzell. Im Wittenbacher «Kappelhof» wären dafür über zwei Millionen Franken fällig geworden.
Johannes Wey
Der Gemeinde Häggenschwil stehen im «Wiborada» neu 14 statt acht Plätze zur Verfügung

Der Gemeinde Häggenschwil stehen im «Wiborada» neu 14 statt acht Plätze zur Verfügung

Die Gemeinden in der Region St. Gallen holen bei den Pflegeplätzen auf. Lange war das Umland der Stadt St. Gallen unterversorgt. Noch vor zwei Jahren sah sich die Stadt veranlasst, ihre Baubeiträge für Pflegeheime neu zu regeln: Die Betten von Seniorinnen und Senioren aus der Region sollten nicht mit städtischen Steuergeldern subventioniert werden.

Nach wie vor kein eigenes Pflegeheim gibt es in der Gemeinde Häggenschwil. Dafür gibt es in der Nachbarschaft das Wohn- und Pflegezentrum Wiborada in Bernhardzell und den «Kappelhof» in Wittenbach, der erst kürzlich in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft ausgegliedert wurde (Ausgabe vom 4. April).

Häggenschwil setzt weiter auf Bernhardzell

Die Gemeinde Häggenschwil hat sich im «Wiborada» schon länger acht Pflegeplätze gesichert. Bis 2030 muss sie aber gemäss einer Hochrechnung des Kantons auf 14 Pflegeplätze aufstocken. Dafür schielte man zuerst auch auf die Nachbargemeinde Wittenbach. «Was die Verkehrswege angeht, ist Häggenschwil eher nach Wittenbach als nach Bernhardzell ausgerichtet», sagt Gemeindepräsident Hans-Peter Eisenring.

Häggenschwil hätte sich in Wittenbach an der neugegründeten Aktiengesellschaft beteiligen können. «Verhandlungsbasis für die Sicherung der fehlenden Pflegeplätze im Kappelhof war eine Einkaufssumme von mindestens zwei Millionen Franken.»

Keine Kosten für Pflegeplätze in Bernhardzell

Die Lösung, welche Häggenschwil dann aber mit Waldkirch-Bernhardzell aushandeln konnte, kostet im Gegensatz dazu keinen Franken: Der Waldkircher Gemeinderat hat Häggenschwil sechs zusätzliche Pflegeplätze zugesagt, ohne eine Einkaufssumme zu fordern.

In der nun intensivierten Zusammenarbeit mit Häggenschwil sieht auch die Gemeinde Waldkirch Vorteile. «Für uns ist es wichtig, dass wir unser Wohn- und Pflegezentrum gut auslasten können. Und die Zusammenarbeit mit Häggenschwil hat sich bewährt», sagt Gemeindepräsident Aurelio Zaccari. Die Gemeinde Häggenschwil trage auch über die bessere Auslastung in gewissem Sinne zur Finanzierung des «Wiborada» bei.

Der Bedarf an Pflegeplätzen in der Gemeinde Waldkirch wird bis 2035 auf rund 42 geschätzt. Insgesamt stehen im Wiborada 63 Betten zur Verfügung. «Damit haben wir noch Reserven.»

Eine potenzielle Aktionärin weniger

In Wittenbach war im Vorfeld der Kappelhof-Ausgliederung mehrmals davon die Rede, dass auch andere Gemeinden Aktionärinnen der neuen AG werden könnten. Namentlich genannt wurde dabei auch Häggenschwil – diese Option ist nun zumindest vorerst kein Thema mehr.
Zu den Auswirkungen des Häggenschwiler Entscheids auf die Kappelhof-AG war aus Wittenbach keine Stellungnahme zu bekommen – man sei von Häggenschwil noch nicht im Detail informiert worden.

Stiftung Wiborada hat neuen Präsidenten

Vergangenen Monat hat der Waldkircher Gemeinderat einen neuen Präsidenten für die Stiftung Wiborada Bernhardzell gewählt. Der in Waldkirch wohnhafte Christoph Hagger hat per Anfang April die Nachfolge von Oliver Hofmann angetreten. Hagger betreibt in der Gemeinde eine Firma im Bereich Immobilientreuhand, wie der Gemeinderat mitteilte. Hofmann wechselte Mitte des vergangenen Jahres zur Casa Solaris AG, die Alterszentren in Gossau und Niederuzwil betreibt. (gk/jw)

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