Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

PFLANZEN: Schulungspavillon im Botanischen Garten geplant

Der Stadtrat beantragt dem Stadtparlament einen Verpflichtungskredit über eine halbe Million Franken für den Neubau eines Vortrags- und Schulungspavillons im Botanischen Garten.

Botanische Gärten seien auch Orte der Bildung. Ihre Aufgaben umfassten nicht nur die Sammlung, die Zucht und den Erhalt von Pflanzen aus aller Welt, sondern ebenso die Vermittlung dieses reichen botanischen Wissensschatzes, schreibt der Stadtrat in seiner Vorlage ans Stadtparlament, welches das Geschäft voraussichtlich an seiner Sitzung vom 8. Mai behandeln wird. Botanische Gärten erfüllten wertvolle museale Aufgaben. Zu diesem Zweck unterhalte der Botanische Garten St. Gallen seine umfangreichen Anlagen mit einer Dauerausstellung, zeige Jahr für Jahr unterschiedliche Wechselausstellungen und biete ein vielfältiges Jahresprogramm mit Führungen, Vorträgen, Ausstellungen, Kursen und Exkursionen an.

Die Politische Gemeinde St. Gallen sorge als Eigentümerin des Botanischen Gartens regelmässig für Verbesserungen und Modernisierungen, schreibt der Stadtrat und zählt auf: Im Jahr 1993 sei das architektonisch bemerkenswerte Alpinenhaus entstanden; fünf Jahre später sei das Tropenhaus gefolgt, das 2008 mit einem Orchideenhaus ergänzt worden sei. Vergleichbare Verbesserungen habe auch die Umgebung erfahren. Seit Anfang der 1990er-Jahre sei Jahr für Jahr eine Abteilung einer Erneuerung unterzogen worden. Dagegen sei der bestehende Vortragsraum nie saniert worden. Dieser sei im Jahr 1981 mit Unterstützung des Fördervereins des Botanischen Gartens St. Gallen gebaut worden.

Der Vortragsraum ist nicht mehr zeitgemäss

Dem 1946 gegründeten Förderverein gehören gemäss Stadtrat heute rund 1200 Mitglieder (natürliche Personen) an. Der zweckmässige Bau für Vorträge sei seinerzeit mit geringen finanziellen Mitteln erstellt worden und weder in Bezug auf die architektonische Gestaltung noch bei der Materialisierung als wertvoll zu betrachten. Mittlerweile zeigten sich zudem erhebliche bauliche Mängel; so ist gemäss Stadtrat das Dach undicht, es bildet sich Kondensat in den Scheibenzwischenräumen der Fenster, und es hat Feuchtigkeitsschäden an den Mauern. Der Stadtrat zieht folgendes Fazit: Grösse und Ausstattung der Räumlichkeiten seien den der Beliebtheit der Veranstaltungen im Botanischen Garten nicht mehr gewachsen.

Der Stadtrat hält eine Sanierung des heutigen Lokals als nicht sinnvoll. Deswegen soll ein Neubau realisiert werden. Zu diesem Zweck wurde im Einladungsverfahren mit fünf St. Galler Architekturbüros die Machbarkeit eines neuen Vortrags- und Schulungspavillons geprüft. Dieser Pavillon soll je nach Verfügbarkeit auch für Private belegbar sein. Der neue Pavillon soll den alten im Gefüge der Anzuchtgärtnerei und des Werkraums ersetzen. Aus dem Studienauftrag ging der Beitrag von Tom Munz, Architekt, St. Gallen, als der beste hervor. Eine stringente Tragstruktur aus Holz bildet das Gerüst des Pavillons. Es lehne sich unmittelbar an die Konstruktionsweise der benachbarten Gewächshäuser an.

Die geschätzten Kosten: 845000 Franken. Der Stadtrat beantragt einen Verpflichtungskredit von 500000 Franken. Der Förderverein versucht 115000 Franken beizusteuern. Zudem wird mit einem Lotteriefondsbeitrag von 180000 und Beiträgen Dritter von total 50000 Franken gerechnet. (dwi)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.