Pflästerung statt Teerbelag

ST.GALLEN. Anwohner und Gewerbetreibende haben bei der Stadt eine Petition zur Aufwertung der Zeughausgasse eingereicht. Für sie fällt die Gasse im Vergleich zur restlichen Altstadt deutlich ab.

Tobias Hänni
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Möchten ein Kopfsteinpflaster: Hildegard und Michael Salzgeber, Ilse Schneider und Eva Appenzeller (von links) in der Zeughausgasse. (Bild: Benjamin Manser)

Möchten ein Kopfsteinpflaster: Hildegard und Michael Salzgeber, Ilse Schneider und Eva Appenzeller (von links) in der Zeughausgasse. (Bild: Benjamin Manser)

«Die Zeughausgasse ist eigentlich eine wunderschöne Gasse», sagt Michael Salzgeber. Mit historischen Gebäuden, kleinen Läden, Galerien und Restaurants. Wenn da nur nicht der alte Teerbelag wäre. Deshalb haben Salzgeber und seine Frau, die an der Zeughausgasse wohnen, gestern der Stadt eine Petition überreicht. In dieser werden die städtischen Behörden aufgefordert, das neue Kopfsteinpflaster, das heute bei der Laurenzenkirche endet, bis zum Pfalzkeller fortzusetzen. 383 Unterschriften haben die Petitionäre für ihr Anliegen gesammelt.

Offizielle Begegnungszone

«Durch die Sanierung der südlichen Altstadt wurde unsere Gasse abgewertet», sagt Salzgeber. Dass die Zeughausgasse neben dem Klosterbezirk nicht auch erneuert wurde, leuchtet ihm nicht ein. «Sie ist eine offizielle Begegnungszone.» Die Stadt müsse die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Passanten in die Gasse kommen und verweilen würden. Der jetzige Belag lade dazu nicht ein. «Ich habe oft beobachtet, dass Touristen bei der Zeughausgasse umkehren», sagt auch Ilse Schneider, Wirtin im Restaurant Zeughaus. Laut Salzgeber plant die Stadt zwar eine Sanierung, möchte aber eine günstige Variante. Die Anwohner und das Gewerbe wollen dagegen eine gleichwertige Neugestaltung wie in der restlichen Altstadt. «Sie soll, einschliesslich der Zeughausgasse, einen einheitlichen Eindruck vermitteln», sagt Salzgeber.

Neues Pflaster in vielen Gassen

In der südlichen Altstadt wurden dieses Jahr erneut fleissig Pflastersteine verbaut. Neben den Gassen um St. Laurenzen erhielten die Webergasse, Teile der St. Georgen-Strasse sowie der Platz zwischen Zeughausgasse und Klosterhof eine neue Pflästerung. Die Neugestaltung des Gallusplatzes ist noch nicht abgeschlossen.