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Pfarrer Robino geht

Nach 25 Jahren verlässt der evangelische Pfarrer Virginio Robino das Riethüsli. Jugendarbeit und ökumenische Zusammenarbeit lagen ihm speziell am Herzen.
Claudia Schmid
Pfarrer Virginio Robino (Bild: Claudia Schmid)

Pfarrer Virginio Robino (Bild: Claudia Schmid)

In der Pfarrwohnung an der Gerhardtstrasse 11 ist Aufbruchstimmung spürbar. «Wir stecken schon mitten in den Zügelvorbereitungen», erklärt Pfarrer Virginio Robino, der heute pensioniert wird. Er und seine Frau Maya werden ihr neues Zuhause teilweise in der Nähe von Savognin in Graubünden und teilweise am deutschen Bodenseeufer haben. «Meine Frau liebt den See, mich zieht es eher in die Berge. So werden wir künftig je nach Jahreszeit am einen oder am anderen Ort leben.»

Herausforderung hat gereizt

Und wie fühlt sich der Abschied vom Riethüsli an? «Die Gefühle sind gemischt», sagt der scheidende Pfarrer. «Einerseits erfüllt mich mit Freude, dass sich während der letzten zweieinhalb Jahrzehnte die ökumenische Zusammenarbeit im Kirchkreis vorbildlich entwickelt hat. Der Blick zurück zeigt mir aber anderseits, was sich trotz grossem Engagement nicht verwirklichen liess.» Auf manch ein Projekt, das er innerhalb der evangelischen Kirche lanciert habe, sei die Resonanz ausgeblieben. «Die Angebote wurden nicht genutzt.» Den einzelnen Enttäuschungen stünden aber viele schöne Erinnerungen, tiefe menschliche Erlebnisse und gefreute Erfolge gegenüber.

Von Gossau nach St. Gallen

Den Wechsel von Gossau ins Riethüsli habe er vor 25 Jahren weder aktiv gesucht, noch habe er jemals gedacht, dass er ein Vierteljahrhundert hier bleiben würde. «Als mich die Berufung erreichte, hatte ich eigentlich bereits eine Pfarrstelle in einer Gemeinde am See in Aussicht», erzählt Virginio Robino. Nach langem Zögern habe er schliesslich doch zugesagt. «Ich hörte, dass im Riethüsli die Ökumene im Argen liegt. Diese Herausforderung hat mich gereizt.» Kurz vor seinem Amtsantritt sei zudem Hofstetten von der Kirchgemeinde Straubenzell losgelöst und mit dem Anschluss ans Riethüsli der Kirchgemeinde St. Gallen-C zugeschlagen worden. «Der Wechsel hat nicht allen gefallen, und so gab es einige Unruhe innerhalb des Kirchkreises.»

Ökumene blühte auf

Just mit seinem Amtsantritt, weihte die katholische Kirche in unmittelbarer Nähe der evangelischen Kirche ihr neues Gotteshaus ein. «Mit Pfarrer Viktor Staub verstand ich mich auf Anhieb. Die ökumenische Zusammenarbeit begann zu blühen.» Immer wieder hätten die beiden Kirchgemeinden abwechslungsweise eine Eucharistiefeier und einen Gottesdienst mit Abendmahl gefeiert. Dies obwohl das die Kirchenoberen in Rom nicht gerne gesehen hätten. «Die gemeinsamen Gottesdienste hatten aber den Segen des damaligen Bischofs.»

Wie die Ökumene lag Pfarrer Robino auch die Jugendarbeit sehr am Herzen. «Mir war immer bewusst, dass eine Kirche ohne Jugend keine Zukunft hat.» Von seinem Amtsantritt bis zu seiner Pensionierung habe er immer sehr gerne das Gespräch mit den Jugendlichen gesucht, sei es in den vielen Lagern oder im offenen Jugendtreff.

Theologie, Politik, Sport, Reisen

Mit seiner Pensionierung freut sich Pfarrer Virginio Robino darauf, sich Interessen zu widmen, für die während seiner Arbeit keine Zeit blieb. Zum einen wolle er sich mit wissenschaftlichen Theologiethemen befassen, zum anderen sich in der Politik engagieren, erklärt er. Aber auch der Besuch von Sportanlässen des TV St. Otmar oder von Eishockeyspielen steht auf dem Programm. Mit Sicherheit werde er auch Stellvertretungen übernehmen, sagt Robino. Und schliesslich wolle er auch Zeit für Reisen mit seiner Frau haben.

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