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Pfahlbaudorf am Zürichsee

Eine private Gruppe von Archäologen plant den Bau eines Naturparks im Nordosten der Schweiz. Gespräche haben unter anderen mit der Stadt Rapperswil-Jona stattgefunden.
Martin Steinegger
In Unteruhldingen gibt es bereits ein Freilicht-Pfahlbaumuseum. (Bild: Nana do Carmo)

In Unteruhldingen gibt es bereits ein Freilicht-Pfahlbaumuseum. (Bild: Nana do Carmo)

RAPPERSWIL-JONA. Am Zürichsee gibt es Pläne zum Bau eines Pfahlbaumuseums. Zum konkreten Inhalt der laufenden Gespräche schweigen sich die Parteien im Moment noch aus. Auch der mögliche Standort des Museums ist Geheimsache. «Wir befassen uns intensiv mit verschiedenen Standortabklärungen. Sobald konkretere Vorschläge vorliegen, wird die Öffentlichkeit informiert», schreibt Andreas Mäder, Leiter Unterwasserarchäologie/Dendrochronologie des Zürcher Amtes für Städtebau in einer Medienmitteilung.

«Fenster in die Vergangenheit»

Mäder gehört zu der Gruppe von Archäologen, die sich auf privater Basis bereits seit geraumer Zeit mit der Realisierung eines archäologischen Naturparks in der Nordostschweiz befassen. Den Archäologen schwebt gemäss Mäder der Bau eines rekonstruierten Pfahlbaudorfs vor. Es soll sich um ein «Fenster in die prähistorische Vergangenheit» handeln. Die Archäologen sind davon überzeugt, dass eine Nachfrage nach einem solchen Projekt besteht. Sie verweisen auf den Erfolg des temporär errichteten Pfahlbaulandes, welches 1990 in Zürich 400 000 Besucher anzog.

Wenn, dann am Zürichsee

Dass Rapperswil-Jona als möglicher Standort für diesen archäologischen Naturpark im Gespräch ist, überrascht nicht. Einerseits verfügt die Stadt über den wohl grössten unbebauten Seeanstoss aller Zürichsee-Gemeinden. Andererseits liegen in Ufernähe am Seedamm und vor der Hochschule Rapperswil bedeutende Fundstellen. Sehr bekannt sind die Überreste alter Holzstege zwischen Hurden und Rapperswil. Der Zürichsee ist als Standort für ein solches Projekt ohnehin prädestiniert. Über 70 Fundstellen aus der Jungstein- und Bronzezeit verteilen sich entlang des ganzen Seeufers. Manche davon sind so bedeutend, dass sie 2011 ins Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen wurden.

Falls die Pläne zum Bau eines Pfahlbauparks in Rapperswil-Jona jedoch scheitern sollten, gibt es noch weitere Gemeinden am Zürichsee, in denen geeignete Standorte vorhanden wären.

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