Petrus spurt, die Langläufer freut's

WALDKIRCH. Im Vorjahr war die Langlaufsaison am Tannenberg kurz vor Weihnachten bereits zu Ende, eine Saison zum Vergessen. Dieses Jahr mussten sich die Sportler lange gedulden. Jetzt hat Betriebsleiter Stefan Weber die 17 Kilometer langen Loipen gespurt.

Corina Tobler
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Einige Hartgesottene wagten sich gestern trotz starken Schneefalls auf die Loipen am Tannenberg. Auch der Skilift nahm gestern erstmals in dieser Saison den Betrieb auf. (Bild: Ralph Ribi)

Einige Hartgesottene wagten sich gestern trotz starken Schneefalls auf die Loipen am Tannenberg. Auch der Skilift nahm gestern erstmals in dieser Saison den Betrieb auf. (Bild: Ralph Ribi)

Anders als den Werkhof-Mitarbeitern bleiben Stefan Weber beim starken Schneefall Nachtschichten erspart. Trotzdem hoffte der Betriebsleiter des Skiclubs Tannenberg, aller guten Dinge seien drei. Nachdem Petrus ein Einsehen hatte und endlich den ersten Schnee fallen liess, verbrachte Weber drei Tage lang jeden Morgen drei Stunden damit, 17 Kilometer Loipe zu spuren. Und dreimal war die Arbeit fast umsonst.

Spuren tagsüber wieder zerstört

«Es hat jedes Mal tagsüber so viel Neuschnee gegeben, dass dieser zusammen mit der Bise die Spuren verwischt hat», sagt Weber. Immerhin: Einige Skater und Langläufer wagten sich auch bei Schneefall auf die Loipen – auf die Gelegenheit mussten sie ja lange genug warten. Auch Weber freut sich übers Weiss am Tannenberg, obwohl er die grosse Schneemenge, die in den vergangenen drei Tagen fiel, lieber über einen längeren Zeitraum verteilt gehabt hätte. «Es ist viel Arbeit. Erschwerend kommt dazu, dass ich die Strecke noch nicht ausstecken konnte. Wäre früher im Jahr einmal etwas Schnee gefallen, hätte ich das getan. Wenn's am Tannenberg neblig ist, verirrt man sich beim Spuren schnell», erklärt Weber. Es sei aber alles gut gegangen.

Zuletzt zwei verkürzte Saisons

Ganz im Gegensatz zur vergangenen Saison, die schlicht zum Vergessen war. «Der Skilift war lediglich drei Halbtage in Betrieb, und die Loipen waren drei Wochen im November befahrbar. Danach fiel der Schnee dem Föhn zum Opfer.» Die Saison zuvor fiel trotz genug Schnee wegen schlechten Wetters ebenfalls ins Wasser. Nun hofft Weber, dass Petrus den Schneesportlern dieses Jahr besser gesinnt ist. «In einer normalen Saison sind die Loipen im Schnitt rund 35 Tage befahrbar und der Skilift ist etwa 20 Tage in Betrieb», schätzt er.

Wetterbesserung angekündigt

Den Skilift hat er gestern erstmals laufen lassen. Die drei Kilometer lange Nachtloipe ab Kapelle Oberwald ist ab sofort dienstags bis donnerstags zwischen 18 und 20.30 Uhr beleuchtet. Die Spuren legt Weber heute zum viertenmal in die Loipe – in der Hoffnung, dass die angekündigte Wetterbesserung mit Sonnenschein statt Schneefall eintrifft. Dann kann er morgen Neujahr ausschlafen, im Wissen, dass die Spuren noch da und aller guten Dinge vier sind.

Aktueller Bericht: Tel. 071 433 18 18